Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Landkreis muss Fördermittel für das Altenberger Gymnasium zurückzahlen

Landkreis muss Fördermittel für das Altenberger Gymnasium zurückzahlen

Die Sanierung des "Glückauf"-Gymnasiums in Altenberg hat ein finanzielles Nachspiel für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Über eine halbe Million Euro an Fördermitteln verlangt die Sächsische Aufbaubank zurück.

Da bereits rund die Hälfte des Betrags überwiesen wurde, muss der Kreis nun noch weitere 266 700 Euro zahlen. Am kommenden Montag berät der Kreisausschuss über das Thema.

Die Sanierung des Schulhauses liegt schon fast über ein Jahrzehnt zurück. Als die Fördermittel vom Freistaat bewilligt wurden, gab es noch den Weißeritzkreis und man zahlte noch mit Deutscher Mark. Bei einer Bausumme von fast 15,7 Millionen DM (rund acht Millionen Euro) erhielt der Weißeritzkreis einen Zuschuss von fast 9,3 Millionen DM bzw. zirka 4,7 Millionen Euro. "Die Baumaßnahmen wurden im Zeitraum von März 2002 bis Oktober 2006 ausgeführt", informiert Irina Heise, Leiterin der Abteilung Schul- und Liegenschaftsmanagement im Landratsamt Pirna, in der Beschlussvorlage für die Kreisräte.

Fünf Jahre nach Abschluss der Sanierungsarbeiten nahm der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) die Bauunterlagen für die Endabrechnung genau unter die Lupe. Das Ergebnis ist für den nach der Kommunalgebietsreform 2008 entstandenen Großkreis nicht erfreulich. Denn durch die baufachliche Prüfung wird die Summe der förderfähigen Kosten nach unten korrigiert.

Nicht anerkannt wurden beispielsweise die Ausgaben für das sogenannte Mobile Raumsystem, im Volksmund auch als Containerbau bekannt. In dem Interimsbau fand während der Bauzeit Unterricht statt. Von der Förderung gestrichen wurden auch die Pkw-Stellplätze auf dem Außengelände. Des weiteren fehlten Abrechnungs- und Verwendungsnachweise. "Insgesamt werden durch die Sächsische Aufbaubank Ausgaben in Höhe von 6,06 Millionen Euro als förderfähig anerkannt", so Heise. Bei einem Fördersatz von 70 Prozent hätte der damalige Weißeritzkreis nur einen Zuschuss von 4,2 Millionen Euro erhalten dürfen. Ausgezahlt wurde damals fast eine halbe Million Euro mehr. Da der Weißeritzkreis im Jahr 2007 bereits 260 000 Euro bezahlt hatte, muss der Großkreis nun noch 231 000 Euro plus 35 600 Euro angefallener Zinsen erstatten.

Da im Kreisetat keine Mittel für diese Rückzahlung eingeplant sind, muss nun die Abteilung Schul- und Liegenschaftsmanagement die Summe in ihrem Budget zusammenkratzen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.03.2015

Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr