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Landkreis Sächsische Schweiz prüft Zusammenschluss der Musikschulen

Landkreis Sächsische Schweiz prüft Zusammenschluss der Musikschulen

Über eine Fusion der Musikschulen denkt der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nach.können Kinder und Erwachsene an sechs Einrichtungen ein Instrument, Tanz oder Gesang studieren.

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Quelle: dpa

Über eine Fusion der Musikschulen denkt der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nach. Zurzeit

können Kinder und Erwachsene an sechs Einrichtungen ein Instrument, Tanz oder Gesang studieren. Nun soll

im Auftrag des Kreistages die Verwaltung den Zusammenschluss der sechs Musikschulvereine zu einer  Kreismusikschule prüfen. Kommt das Landratsamt zu einem positiven Ergebnis, könnte es bereits ab 1. Januar kommenden Jahres die „Musikschule des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“ geben.

„Es ist noch kein Grundsatzbeschluss gefallen, sondern es handelt sich zunächst um einen Prüfantrag“, betonte Markus Dreßler (CDU), Bürgermeister von Glashütte, auf der jüngsten Kreistagssitzung. Ziel sei es, die wertvolle Arbeit der Musikschulen zu  erhalten und eventuell durch einen Zusammenschluss besser und effizienter zu gestalten. Die sechs Musikschulen sind als Vereine strukturiert. Neben den Einnahmen aus den Unterrichtsgebühren und Veranstaltungen finanzieren sie sich über unterschiedliche Fördertöpfe.

Im Jahr 2010 waren die Schulen wie die Musikschule Sächsische Schweiz – mit rund 1400 Schülern die größte im Kreis und einem jährlichen Etat von über 1,3 Millionen Euro – in ihrer Existenz bedroht, als der Freistaat seinen Landeszuschuss für den Kulturraum und die Musikschulförderung kürzte. Der Kreistag sprang damals ein und beschloss, die sechs Musikschulvereine ab 2011 mit 238 000 Euro zu bezuschussen.

Eine wichtige Finanzstütze ist weiterhin die Kulturraumförderung. Das Land kritisiere allerdings die Förderung der

Musikschulen mit Kulturraummitteln,  informierte Landrat Michael Geisler (CDU). Von einer „großen“ Musikschule  verspricht sich die Verwaltung eine wirtschaftlichere Betreibung, als es in der jetzigen Struktur möglich sei. So könnten

Kosten durch die Zentralisierung des Verwaltungsapparates eingespart werden. An der Finanzierung sollen sich außerdem alle Gemeinden beteiligen. Als Organisation kommen zwei Formen in Frage: der Eigenbetrieb oder der Verein in freier Trägerschaft. Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung soll Aufschluss bringen. „Eine Prüfung ist nicht  otwendig. Alle Musikschulen sprechen sich in ihren Stellungsnahmen für einen Eigenbetrieb  aus“, sagte Linke-Kreisrat André Hahn. Landrat Geisler gab zu bedenken, wenn sich „der Kreis Aufgaben ans Land zieht“, werde von der Landesdirektion Sachsen „genau drauf geschaut“. Bei einem Eigenbetrieb „werden wir im Zusammenhang mit einem  doppischen Haushalt Probleme bekommen“, so Geisler.

Silvio Kuhnert

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