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Landkreis Sächsische Schweiz ist AfD-Hochburg

Landkreis Sächsische Schweiz ist AfD-Hochburg

Sie gelten seit Sonntagnacht als der Newcomer der bundesdeutschen Parteienlandschaft und waren zweifellos einer der größten Aufreger der Bundestagswahl. Die Alternative für Deutschland (AfD) ist gerade einmal sechs Monate jung und voller Tatendrang.

Sie will den Euro abschaffen, die DM zurück und ist auch sonst gegen jegliche Form ungeordneter Zuwanderung. Mit diesen Themen gelang es den Newcomern im Kaltstart, zwei Millionen Bürger zu gewinnen. Zwar schrammten sie bundesweit knapp an der Fünf-Prozent-Hürde vorbei. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge standen sie jedoch besonders hoch in der Gunst der Wähler.

Insgesamt 11 422 Bürger wählten im Landkreis AfD. Das entspricht einem Anteil von 7,9 Prozent. Damit liegt die junge Partei hier weit über dem Bundesdurchschnitt von 4,7 Prozent, nur in Görlitz (8,2 Prozent) gab es in Sachsen mehr AfD-Stimmen. Der Freistaat hat im bundesweiten Ländervergleich mit 6,8 Prozent die meisten Stimmen für die AfD eingefahren. "In der Bevölkerung gibt es eine große Resonanz auf unsere Wahlkampfthemen", erklärt Kreisvorstand Steffen Janich. "Gerade die Europapolitik wird in unserer Region stark diskutiert." Das gute Ergebnis sei eine große Motivation, die junge Partei jetzt weiter zu etablieren.

Schon in wenigen Tagen, am 6. Oktober, soll ein AfD-Kreisverband gegründet werden. "Zur Zeit sind wir noch direkt dem Landesverband unterstellt", sagt Janich. Der neue Verband soll die AfD im Landkreis handlungsfähiger und wendiger machen. "Denn schon bald wollen wir die Planung für das Jahr 2014 angehen." Dann ist Landtagswahl.

Bevor die konkrete Arbeit an Inhalten jedoch beginnen soll, will die junge und bislang lediglich 50 Mann starke AfD im Kreis noch ein paar Mitglieder gewinnen. Dies soll vor allem auf dem Land geschehen. "Dort gibt es noch viel Potenzial", erläutert Janich. "Die AfD möchte Menschen die Möglichkeit geben, politisch mitzugestalten.

Zweiter Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit wird Janich zufolge die Ausarbeitung eines neuen Programms sein, zusammen mit dem sächsischen AfD-Landesverband. Künftig sollen die Themen jedoch anders gewichtet sein. Wie das genau aussehen soll, sei noch unklar. Fest steht indes: Die AfD will in den Landtag und die kommunalen Parlamente. "Wir haben in Sachsen eine starke Unterstützung erhalten", sagt Janich. "Ich denke, wir haben gute Chancen, im Kreistag und den Kommunalvertretungen präsent zu sein." Ziel sei es, das "hervorragende Ergebnis zu halten". Auf dem sächsischen Parteitag, dessen Termin noch nicht feststeht, soll das künftige Programm festgeklopft werden. Wahrscheinlich werde sich die AfD stärker auf Innere Sicherheit, Gesundheits- und Energiepolitik konzentrieren.

Doch will die AfD wirklich die DM zurück? "Unser Ziel sind kleine Währungsverbünde aus gleichstarken Partnern, der Rückgang in die nationale Währung ist kein Tabu", erklärt Janich und bekräftigt, dass nach seiner Auffassung neben Fachkräften aus dem Ausland auch ernsthaft politisch Verfolgte in Deutschland bleiben dürften. "Wir vertreten liberale Einstellungen von der Mitte bis zum gesunden rechten Bereich", sagt der Vorstand.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2013

Katrin Tominski

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