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Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge braucht mehr Wind- und Solarparks

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge braucht mehr Wind- und Solarparks

Der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) kann im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge um 459 115 Tonnen im Jahr reduziert werden. Das entspricht in etwa 21 Prozent der heutigen Emission.

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Idyllisch schlängelt sich die Elbe durchs Tal. Um die Auswirkungen des Klimawandels für das sensible Ökosystem abzumildern, erarbeitet der Landkreis derzeit ein Klimaschutzkonzept.

Quelle: Ralf Hirschberger/dpa

Zu diesem Ergebnis kam der zweite öffentliche Workshop zum Klimaschutzkonzept. Die Erarbeitung eines entsprechenden Papiers hat der Kreistag mit dem Ziel beschlossen, einen praktischen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und der Reduktion der Treibhausgase im Kreis zu leisten.

Ein Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes ist die Ist-Analyse. Danach liegt der aktuelle Stromverbrauch in der Region bei 1040,4 Gigawattstunden im Jahr. Davon entfallen 57,1 Prozent auf industrielle Großkunden, 32,8 Prozent auf private Haushalte, 7,9 Prozent auf den Sektor Gewerbe, Handel sowie Dienstleistungen und 2,2 Prozent auf Einrichtungen von Städten und Gemeinden.

Der Wärmeverbrauch liegt bei 2397,5 Gigawattstunden jährlich. 43 Prozent der Wärmeenergie wird mit Erdgas erzeugt, 24 Prozent mit Heizöl und zwölf Prozent mit erneuerbaren Rohstoffen wie Holz. Der Anteil der Kohleheizungen liegt bei sechs Prozent, Flüssiggas bei vier und Heizstrom bei einen Prozent.

Treibhausgase entstehen nicht nur bei der Erzeugung von Strom und beim Heizen. Auch beim Autofahren gelangen Abgase in die Luft. Anfang dieses Jahres waren 163 207 Fahrzeuge bei der Zulassungsstelle im Landratsamt gemeldet, davon 136 066 Pkws. Der Kraftstoffverbrauch beträgt derzeit im Jahr 2099,3 Gigawattstunden. Davon entfallen 61,5 Prozent auf den Pkw-Bereich. Nach Kraftstoffmengen betrachtet werden laut Klimaschutzkonzept insgesamt etwa 91,7 Millionen Liter Benzin und 132,4 Millionen Liter Diesel verbraucht, durch welche 255 056 Tonnen bzw. 397 128 Tonnen CO2 emittiert werden.

"775 Millionen Euro geben die Verbraucher insgesamt pro Jahr für ihren Bedarf an Strom, Wärme und Kraftstoff aus. Davon 188 Millionen Euro für Strom, 256 Millionen Euro für die Beheizung der Gebäude, Warmwasser und industriellen Wärmebedarf und schließlich 331 Millionen Euro für Kraftstoffe", teilte Landratsamtssprecherin Annette Hörichs mit. Derzeit stammt von diesem Energiebedarf nur ein Anteil von 17 Prozent im Bereich Strom aus regionalen, erneuerbaren Energieträgern. Im Wärmebereich seien es etwas mehr als zwei Prozent, die aus erneuerbaren Energiequellen stammen, so Hörichs.

Momentan werden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fast 2,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr in die Luft ausgestoßen. Von Haushalten, Kleingewerbe und kommunalen Liegenschaften stammen 41 Prozent, von Industrie und Großgewerbe 34 Prozent und vom Verkehr 25 Prozent.

Um nun die CO2-Emission zu reduzieren, gibt es zwei Optionen: zum einen beim Verbrauch von Strom und Wärme zu sparen sowie deren Nutzung zu optimieren. "Aus den Zahlen und Analysen wurde jedoch deutlich, dass es dem Landkreis allein über die Einsparung von Strom und Wärme nicht gelingen wird, seine Energie- und Klimaschutzbilanz maßgeblich zu verbessern", fasste Hörichs das Ergebnis des Workshops zusammen.

So bleibt die zweite Option, die benötigte Energie künftig vermehrt mit erneuerbaren Energieträgern zu erzeugen. "Ohne einen weiteren Ausbau erneuerbarer Energieanlagen wird es nicht gehen - die spannende Frage wird sein, wie viel an Wind-, Solar- oder Biogasanlagen sich im Gebiet etablieren lassen", teilte Hörichs mit.

iDie Ergebnisse des Workshops sind im Internet unter: www.landratsamt-pirna.de/Klimaschutzkonzept.html abrufbar. Zudem kann direkt Kontakt zur Ansprechstelle im Landratsamt aufgenommen werden: E-Mail: klimaschutz@landratsamt-pirna.de.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.09.2013

Silvio Kuhnert

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