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Landkreis Bautzen will mehr Asylbewerber dezentral unterbringen

Landkreis Bautzen will mehr Asylbewerber dezentral unterbringen

Der Landkreis Bautzen will den Anteil der dezentral untergebrachten Asylbewerber von derzeit etwas über zehn auf 30 Prozent erhöhen - was dann etwa dem sächsischen Landesdurchschnitt entsprechen würde.

Dies kündigt Landrat Michael Harig (CDU) an.

"Das hauptsächliche Problem bei der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen besteht darin, dass es kaum Angebote entsprechend den geltenden Richtlinien gibt", erklärte der Ordnungsamtsleiter des Landkreises, René Burk. Diese besagen, dass solche Unterkünfte nicht teurer sein dürfen als jener Wohnraum, der für Hartz-IV-Empfänger als angemessen gilt. "Wir beobachten den Wohnungsmarkt sehr intensiv und reagieren sofort auf entsprechende Angebote. So ist es gelungen, sehr kurzfristig zehn Wohnungen in Radeberg anzumieten. Leider ist die Bereitschaft der Vermieter, Asylbewerber unterzubringen, sehr gering. Es ist schon vorgekommen, dass als frei angebotene Wohnungen dann plötzlich doch belegt waren", sagte der Amtsleiter. Die Gründe seien unter anderem in schlechten Erfahrungen zu suchen, die andernorts mit der Vermietung an Asylbewerber gemacht wurden - durch Zweckentfremdungen oder ausbleibende Mieten. Landrat Michael Harig kündigte an, prüfen zu lassen, ob der Landkreis als Vertragspartner gegenüber den Vermietern auftreten könne: "Damit wären Unsicherheiten beseitigt, die tatsächlich zum Hindernis werden können."

Aufgrund von Vorurteilen und einzelnen Zwischenfällen gebe es in der Bevölkerung ein Klima der Unsicherheit und Angst, dem mit Aufklärung begegnet werden müsse. "Natürlich gibt es auch bei den Asylbewerbern Kriminalität und Drogenmissbrauch, ebenso wie in der deutschen Bevölkerung", betonte Harig. Auch der Leiter der Polizeidirektion Görlitz, Conny Stiehl, bestätigt, dass die Häufigkeit von Straftaten, bezogen auf die Gesamtzahl der Personen, unter Asylbewerbern ebenso groß sei wie bei der einheimischen Bevölkerung. Die Polizei zeige in der Nähe der zentralen Unterkünfte starke Präsenz, wobei die ortsansässigen Dienststellen durch die Bereitschaftspolizei unterstützt würden. Der Schwerpunkt liege auf Bautzen und Hoyerswerda, "während sich in Kamenz Normalität entwickelt und Bischofswerda für uns kaum ein Thema ist."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.10.2014

DNN

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