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Landesschüler im Wortgefecht: Bundesfinale von "Jugend debattiert"

Landesschüler im Wortgefecht: Bundesfinale von "Jugend debattiert"

Meißen. Heute wird es für Benedict Fuchs und Rüdiger Kleine ernst. Die beiden St.-Afra-Schüler aus Meißen haben sich für das Bundesfinale des Wettbewerbs "Jugend debattiert" qualifiziert und müssen sich in Berlin gegen 62 aus ganz Deutschland angereiste Mitbewerber durchsetzen.

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Überflieger: Die beiden St.-Afra-Schüler Benedict Fuchs (15, l.) und Rüdiger Kleine (17) haben sich für das Bundesfinale von "Jugend debattiert" qualifiziert. Das Duo trifft mit zwei anderen sächsischen Schülern in Berlin auf 60 Konkurrenten aus den übrigen Teilen Deutschlands.

Quelle: Uwe Hofmann

Dort treffen sie auf eine Jury, die auf vier Eigenschaften ein besonderes Auge wirft: Sachkenntnis, Ausdrucksweise, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Das hört sich formaler an, als es ist, meint der 17-jährige Rüdiger Kleine. "Es macht auf jeden Fall Spaß, in den Wettbewerb zu treten", sagt er. Zumal der gebürtige Leipziger gerne mal auf seinen Humor als Stilmittel zurückgreift. Eine Debatte müsse eben nicht trocken sein, meint er mit Blick auf das, was beinah allabendlich in deutschen Fernsehprogrammen geboten wird. Vieles, was in den Talksendungen üblich ist, ist bei "Jugend debattiert" Grund für einen Punktabzug. Abschweifungen und Floskeln etwa, oder wenn man sein Gegenüber nicht ausreden lässt. Auch wird es nicht allzu gern gesehen, wenn einer der Debattierenden die Stimme erhebt, schon gar nicht, wenn er damit den anderen übertönen will.

Für Brisanz sorgen allein die The- men. So standen beim Landesfinale unter anderem die Fragen, ob man seinen Namen bei Nichtgefallen ändern darf und ob man die Fünfprozenthürde bei Landtagswahlen herabsetzen solle, zur Debatte. Thema war auch schon, ob das Radebeuler Karl-May-Museum die indianischen Skalpe zurückgeben solle oder nicht - ein Problem, was seit seinem Aufkommen im Frühjahr viele berührt hat. Paradoxerweise entschei- det das Los, welche Position man bei einer solchen Diskussion einnimmt. "Am Anfang habe ich schon etwas daran gezweifelt, dass man nicht seine eigene Meinung präsentiert", sagt der 15-jährige Benedict Fuchs. Jetzt habe den vielseitig interessierten Radebeuler, der Basketball in einem Verein spielt und die St. Afra-interne Fußball-Liga organisiert, der Ehrgeiz gepackt. Allerdings nicht übertrieben. Bei einem Seminar in Rothenfels haben er und Kleine ihre Wettbewerber kennengelernt. Junge Menschen wie sie auch. "Das hat schon geholfen, das Konkurrenzdenken zu entschärfen", sagt Fuchs.

Rhetorisches Talent haben sie, Politiker werden wollen sie jedoch nicht, sagen die beiden Landesschüler unisono. So ganz ziellos folgen sie ihrer Debattenleidenschaft allerdings nicht. "Es bringt einen schon weiter, sich mit der Rede zu beschäftigen", sagt Kleine, der es für eine seiner Stärken hält, Probleme auf den Punkt zu bringen. Und auch die Teilnahme am Bundesfinale bringt handfeste Vorteile. Das Verfahren dort ist zweigeteilt: Heute können sich die Teilnehmer in zwei Altersgruppen für die morgige Finaldebatte qualifizieren, die auch im Internet übertragen wird. Die dort je Altersgruppe festgelegten Plätze eins bis sechs werden anschließend nahezu gleichrangig behandelt. Größter Vorteil: Die Finalisten können sich mit guten Aussichten bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes für ein Stipendium bewerben, was durchaus ein Ziel sein kann, wie Kleine sagt. Außerdem steht den Finalisten das Alumni-Programm des Bundeswettbewerbs "Jugend debattiert" offen. Bevor solche Meriten verteilt werden, muss Rüdiger Kleine allerdings noch ein dringendes Problem klären. "Die einzige offene Frage ist: Was ziehe ich an?", rätselt er. Mit der Entscheidung haben allerdings viele Gleichaltrige so ihre Schwierigkeiten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.06.2014

Uwe Hofmann

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