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Landesdirektion: Flüchtlingszahlen in Sachsen weiter hoch

Landesdirektion: Flüchtlingszahlen in Sachsen weiter hoch

Auch nach der Wiederaufnahme der Grenzkontrollen bleibt die Zahl der nach Sachsen kommenden Flüchtlinge hoch. Täglich kämen derzeit 300 bis 500 Menschen in den Freistaat, sagte der Vizepräsident der Landesdirektion, Burkhard Kurts, am Donnerstag in Dresden.

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Täglich kommen derzeit etwa 300 bis 500 Flüchtlinge nach Sachsen.

Quelle: dpa

Wenn ein Sonderzug aus Bayern komme, steige die Zahl sogar auf über 1000 pro Tag.

Trotz der neu eingerichteten Kontrollstation an der Grenze zu Tschechien fließt der Verkehr auf der A17 weitgehend normal, wie ein Sprecher der Bundespolizei Pirna am Donnerstag sagte. „Zu Staus oder anderen Beeinträchtigungen ist es dadurch nicht gekommen.“ Eine erhöhte Zahl an Schleusern sei nicht festgestellt worden.

Den ungebrochenen Zuzug von Migranten erklärte Kurths zum einen damit, dass nach wie vor Flüchtlinge aus Bayern auf andere Bundesländer verteilt würden. Andererseits gebe es aber auch Signale, dass der Flüchtlingsstrom nach Europa insgesamt wieder zunehme. So werde von einer „Aufbruchstimmung“ in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens und in Teilen Afrikas berichtet, sagte Kurts. „Eine Entspannung ist nach der Entscheidung vom Wochenende nicht eingetreten.“ Deshalb müsse der Freistaat weitere Erstaufnahmekapazitäten schaffen. Die Alternative hieße Obdachlosigkeit. „Und das ist keine Alternative“, sagte Kurts.

Hotel-Festsaal und Supermärkte als Unterkunft

Sachsen prüft derzeit 100 Objekte auf ihre Tauglichkeit als Flüchtlingsunterkunft. In Dresden sollen 30 Flüchtlinge demnächst in den früheren Festsaal eines Hotels einziehen. Wie die „Freie Presse“ berichtete, sollen in der Region um Limbach-Oberfrohna ehemalige Supermärkte künftig für die Unterbringung von Migranten genutzt werden. Zudem steht die Landesdirektion in Verhandlungen mit dem Inhaber eines geschlossenen Marktes in Niederau, in dem über 500 Flüchtlinge aufgenommen werden könnten. Aufgrund der hohen Flüchtlingszahl sei man darauf angewiesen, auch auf solche Unterkünfte zurückzugreifen, sagte ein Sprecher des Sozialamtes.

Um eine ungleiche Verteilung der Flüchtlinge in Städten und Gemeinden zu verhindern, sind Regionalkonferenzen geplant, wie Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) sagte. Vielerorts sei das Engagement groß, bei der Unterbringung der Flüchtlinge zu helfen, aber es gebe auch „weiße Flecken“. In den nichtöffentlichen Konferenzen sollten betroffene Städte und Gemeinden darlegen, warum sie keine Flüchtlinge aufnehmen können oder wollen. Zuschnitt und Termin für solche Konferenzen seien derzeit in Vorbereitung.

dpa

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