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Kulturverein Meißen ist - kaum gegründet - schon ein Hoffnungsträger

Kulturverein Meißen ist - kaum gegründet - schon ein Hoffnungsträger

Meißen. "Noch ist es ein kleines Baby", sagt Peter Braukmann über den kürzlich von ihm mitgegründeten Kulturverein Meißen. "Aber je stärker so ein Verein von der Öffentlichkeit gestützt wird, desto weniger kann sich die Stadt verstecken", ergänzt der Liedermacher, der heute aber eher als Veranstaltungsorganisator auftritt.

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In der Görnschen Gasse, unweit von Marktplatz und Frauenkirche, reihen sich Ruinen an sanierte Häuser.

Quelle: Uwe Hofmann

In welche Richtung sich der Kulturverein entwickelt, lässt sich derzeit nicht absehen. Klar ist jedoch: Es braut sich etwas zusammen in Meißen. Schloss Albrechtsburg und der Kunstverein etwa sind schon Mitglied im Zusammenschluss, das Literaturfest Meißen sowieso. Der Verein wurde eigentlich ins Leben gerufen, um das Lese-Festival besser organisieren zu können, wie Walter Hannot sagt, der Initiator und Mitorganisator des Literaturfests ist. Da es in der Stadt aber so viele ungenutzte Potentiale gebe, wolle man sich allen öffnen, die kulturell etwas in Meißen bewegen wollen.

Ein Beispiel dafür gibt der Fotograf Uwe Winkler, der "vergessene Kleinode" dokumentiert. Es geht ihm um die 200 bis 250 Meißner Baudenkmale, die derzeit mehr oder weniger dem Verfall überlassen sind. Winkler will diese Gebäude systematisch erfassen, auch fotografieren. In diesem Jahr noch soll es eine Ausstellung dazu geben. Auf diese Weise wolle man auf das Schicksal der leerstehenden historischen Häuser hinweisen und das Rathaus dazu bewegen, einen ähnlichen Weg wie in Pirna einzuschlagen, wie Hannot sagt. Dort habe man die leerstehenden Häuser so abgesperrt, dass keiner in sie eindringen könne. So hat man sie für eine spätere Sanierung bewahren können. Dass das Thema bewegt, zeigte sich auf eine Infoveranstaltung, bei der sich der Verein das erste Mal der Öffentlichkeit präsentierte. Spontan erklärte sich der Architekt Claus-Dirk Langner bereit, an einer Ausstellung mitzuarbeiten. Er hat sich schon als Buchautor den "vergessenen Orten" gewidmet.

Aber auch andere Ideen stehen im Raum. So will Braukmann die Meißner Innenstadt beleben, indem er eine feste Bühne für Gaukler, Straßenmusikanten und andere Künstler einrichtet. Auf diese Weise solle die "Tristesse" aus Meißen verschwinden, die "zu bestimmten Zeiten zeigt, dass die Stadt sich selbst nicht lebt", wie er sagt. Andere Orte hätten mit einer solchen Bühne für unbekannte Künstler gehörig Leben in ihre Innenstädte gebracht. Stadträtin Gundula Sell (SPD/Freie Wähler) wünscht sich einen Einsatz für mehr moderne Kunst im öffentlichen Raum. Helge Landmann vom Hahnemannzentrum fordert, ein freundlicheres Klima für neues Bauen zu schaffen. Auf besonders große Gegenliebe stößt aber eine andere, schlichte Idee: Ein aktueller Veranstaltungskalender soll auf den Weg gebracht werden. Er stünde in Konkurrenz zum städtischen Veranstaltungskalender, der halbjährig erscheint und damit für viele Veranstalter einen zu langfristigen Vorlauf hat. Der Kulturverein hat noch keine Webseite. Auch steht noch nicht fest, wann es ein solches Angebot geben soll.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.05.2014

Uwe Hofmann

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