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Kultur in der Scheune in Pirna: Bund unterstützt mit über 400000 Euro zwei Denkmalsanierungen

Kultur in der Scheune in Pirna: Bund unterstützt mit über 400000 Euro zwei Denkmalsanierungen

Für zwei Sanierungen von Denkmälern im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist ein erster finanzieller Baustein gelegt.

Pirna/Wilsdruff.

Der Bund fördert das Bauvorhaben im Rittergut Limbach mit 257 500 Euro und im Alten Bahnhof in Pirna mit 147 000 Euro. "Ich freue mich außerordentlich über die Beteiligung des Bundes an der Restaurierung dieser Einrichtungen in unserem Landkreis. Wir können stolz sein auf die große Dichte an wertvollen kulturhistorischen Gütern in unserer Region, die nun für die Nachwelt erhalten werden können", erklärte Klaus Brähmig. Der CDU-Bundestagsabgeordnete hatte sich in Berlin für beide Projekte stark gemacht.

In zwei Schreiben wandte sich der Unionspolitiker, der erneut für die im Herbst stattfindende Wahl zum Bundestag kandidiert, an den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann (CDU) und bat um Fördermöglichkeiten für die Sanierungsarbeiten. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat jüngst Mittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm IV bewilligt.

Noch fristet die sogenannte Vaterscheune des Rittergutes im Wilsdruffer Ortsteil Limbach ein Dasein als Ruine. Wo eine Giebelwand stehen sollte, klafft ein riesiges Loch. Wie ein Fremdkörper wirkt die Scheune zwischen den herausgeputzten einstigen Stallgebäuden. Diese hat die Stiftung "Leben und Arbeit" bereits instandgesetzt und darin Gäste- und Seminarräume hergerichtet. Nun soll ein weiterer Schritt der Umgestaltung des Ritterguts zu einem Kultur- und Begegnungszentrum folgen, das sich vor allem der Jugendarbeit widmet. Aus der Vater- soll eine Kulturscheune werden, wo Veranstaltungen stattfinden und eine Galerie und Gastronomie Platz finden können. "Wir stecken noch in der Planungsphase", berichtete Martin W. Reinhuber. Bruder Martin lebt in der Christusträger-Bruderschaft, einem evangelischen Mönchsorden. Er leitet das Projekt, das sich mit jungen Menschen befasst, die noch nach ihrem Platz im Leben suchen.

Im kommenden Jahr soll die Restaurierung starten. Auf rund eine Million Euro schätzt Reinhuber die Kosten. Rund 30 Prozent der Summe bringt die Stiftung selbst auf, für den Bärenanteil hofft sie auf Zuschüsse. Die Finanzspritze aus Berlin ist die erste Förderzusage. Wenn die Kulturscheune in Betrieb geht, soll der jetzige Veranstaltungssaal zu weiteren Zimmern für Jugendliche und sozialen Zwecken umgebaut werden.

Das andere Denkmal steht in Pirna. Beim Alten Bahnhof handelt es sich um das älteste noch erhaltene Empfangsgebäude der Sächsisch-Böhmischen Eisenbahn. 165 Jahre hat der Sandsteinquaderbau auf dem Buckel und steht seit vielen Jahren leer. Die Unternehmersfamilie Schmees möchte das Haus aus seinem Dornröschenschlaf wecken. So soll eine Schaudestillerie für Bierbrände, Obstler, Kartoffelschnaps oder eventuell sogar Whiskey darin entstehen. Das Konzept sieht auch eine Markthalle mit heimischen Produkten vor, darüber hinaus einen Biergarten und einem Bankettsaal. Rund 2,5 Millionen Euro wird die Investition kosten, die 2014 oder 2015 realisiert werden soll.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.06.2013

Silvio Kuhnert

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