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Kritik nach Rückkehr aus Krisenherd - Radebeuler lebten eine Woche lang bei Beduinen auf der Sinai-Halbinsel

Kritik nach Rückkehr aus Krisenherd - Radebeuler lebten eine Woche lang bei Beduinen auf der Sinai-Halbinsel

Gesund und munter sind jetzt zehn Touristen aus Radebeul und Dresden von ihrer Reise nach Ägypten zurückgekehrt. Sie waren zu Besuch bei Beduinen auf der Halbinsel Sinai.

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Die Gruppe vom Verein Studienreisen Radebeul lebte eine Woche bei Bergbeduinen auf dem Sinai. Grund zur Furcht hätten sie keine gehabt.

Quelle: Renate Winkler

Radebeul. Radebeul . Gesund und munter sind jetzt zehn Touristen aus Radebeul und Dresden von ihrer Reise nach Ägypten zurückgekehrt. Sie waren zu Besuch bei Beduinen auf der Halbinsel Sinai. Eine Woche lang lebten, aßen und wanderten sie dort mit dem Stamm der Dschebilla. Grund zur Furcht oder Angst hätten sie nicht gehabt, sagt Reiseleiter Ulfried Kleinert aus Radebeul. Und das, obwohl der Sinai derzeit als Krisenherd gilt. Nicht zu Unrecht: Ägyptens Armee hat ihre Präsenz im unruhigen Norden der Halbinsel verstärkt. Militante Islamisten sollen bekämpft werden. Sie hatten vor zwölf Tagen 16 ägyptische Soldaten getötet, durchbrachen dann die Grenze zu Israel. Der Konflikt brodelt weiter. "Ihr seid verrückt", hätten Verwandte von vielen der Reisenden aus Radebeul vor dem Abflug in Richtung Sharm El-Sheikh im Süden des Sinai gewarnt. Doch Sinai sei nicht gleich Sinai. Und es gebe auch erhebliche Unterschiede zwischen den Beduinenstämmen. Diese seien aber bei der Berichterstattung im Ausland zu kurz gekommen, moniert Kleinert.

"Von Kämpfen zwischen mit Islamisten verbündeten Beduinen und dem Militär wurde berichtet", klagt der Professor von der Evangelischen Hochschule Dresden für Soziale Arbeit. Die Stämme seien jedoch "grundverschieden". Die jüngsten negativen Berichte würden gar die Existenz der Dschebilla bedrohen. Kleinert betont, diese "Bergbeduinen" würden sich klar distanzieren von den "Küstenbeduinen". Für Terroristen sei in den Gebirgszügen im Zentrum des Sinai kein Platz. "Sie schimpfen über die Stämme im Norden", sagt Kleinert.

Im Bereich rund um das Bergdorf St. Catherine würden die Dschebilla die Kontrolle haben. Das Terrain sei für andere Stämme tabu, zugleich würden auch sie die Grenzen achten. Bei ihnen gebe es eine eigene Gerichtsbarkeit. Nicht die Scharia, das islamische Recht, sondern ein über Jahrhunderte entwickeltes eigenes System. Zudem hätte der Stamm mit 3000 Angehörigen eine eigene Sprache, die viele Araber nicht verstünden. Der Stamm sei vor zirka 1500 Jahren auf Betreiben Kaiser Justinians dort zum Schutz im Umkreis des Katharinenklosters angesiedelt und später islamisiert worden.

Die Dschebilla hüten Ziegen, pflanzen Obst und Gemüse an, empfangen aber ebenso Touristen. So wie Kleinert und seine Gruppe - Studenten, Rentner oder auch Ärzte. Der 71-Jährige sei schon acht Mal bei dem friedliebenden Stamm gewesen. "Hier ist es sicher", ergänzt er. "Das gilt auch für die An- und Abreise."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.08.2012

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