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Krise Welche Krise Glashütter Uhrenmanufaktur baut an

Krise Welche Krise Glashütter Uhrenmanufaktur baut an

Der schöne Rasen! Einfach Löcher hineingegraben. Es waren aber keine Vandalen am Werk. Sondern die Geschäftsführung der Uhrenmanufaktur A.

Glashütte. Glashütte. Der schöne Rasen! Einfach Löcher hineingegraben. Es waren aber keine Vandalen am Werk. Sondern die Geschäftsführung der Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne. Geschäftsführer Wilhelm Schmidt und Unternehmens-Wiedergründer Walter Lange gaben jetzt mit dem ersten Spatenstich den Startschuss für Bauarbeiten am Müglitzufer. Auf dem Gelände des Ferdinand-Adolph-Lange-Parks an der Altenberger Straße entsteht ein Erweiterungsbau für die Manufaktur mit 11 000 Quadratmetern Nutzfläche.

"Die Erweiterung war längst überfällig", sagte Schmidt gegenüber DNN. "Der Neubau erlaubt es uns, Produktionsabläufe und Arbeitsbedingungen deutlich zu verbessern." Wohl wahr. Allerdings gab es die Neubaupläne schon seit 2005. Damals kaufte die Manufaktur das Gelände der ehemaligen Glashütter Brauerei und kündigte an, die Brachen abzureißen und bis 2008 einen Neubau zu errichten. Doch es sollte drei Jahre dauern, bis die Bagger anrückten und die Brauereigebäude abrissen.

Zum Neubau kam es immer noch nicht, erst einmal machte die Wirtschaftskrise der Manufaktur einen dicken Strich durch die Rechnung. Anfang 2009 musste das Unternehmen Kurzarbeit anmelden, 2010 wurde als Übergangslösung der Park auf dem Freigelände angelegt. Mittlerweile erntet man ein ungläubiges Kopfschütteln, wenn man Unternehmer aus der Uhrenindustrie auf das Thema "Krise" anspricht. Die Branche boomt wie nie, bei Lange entstehen neue Arbeitsplätze. Mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt der größte Arbeitgeber von Glashütte bereits.

In dem mit einer Erdwärmepumpe ausgestattetem Neubau sollen alle Bereiche der Uhrwerksmontage und die Maschinen für die Herstellung der filigranen Einzelteile untergebracht werden. Der zweiteilige Erweiterungsbau soll mit einer Brücke über die Altenberger Straße mit dem Produktionsgebäude Lange II verbunden werden. Zur Straße hin erhält die Teilefertigung auf drei Etagen neue Räume. Im hinteren Gebäudeteil des Neubaus entstehen fünf Stückwerke für die Uhrmacherwerkstätten, erklärt Manufaktur-Sprecher Arnd Einhorn.

Das Unternehmen investiere einen zweistelligen Millionenbetrag. Das Gebäude werde auf 70 Betonpfählen gegründet, die bis zu 20 Meter tief in das Erdreich getrieben würden. Die eigentlichen Rohbauarbeiten beginnen im kommenden Frühjahr, kündigte Einhorn an. Die Bauzeit werde zweieinhalb Jahre betragen, so dass 2015 die Einweihung gefeiert werden könnte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.09.2012

Thomas Baumann Hartwig

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