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Kreistagswahl: Europa-Skeptiker holen auf Anhieb acht Sitze

Kreistagswahl: Europa-Skeptiker holen auf Anhieb acht Sitze

Die euroskeptische Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) ist der Gewinner der Kreistagswahl im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Aus dem Stand holte sie 30 622 Stimmen und damit acht Sitze.

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Grafik: Alexander Eylert

Quelle: Grafik: Alexander Eylert

Einen Zuwachs verbuchen auch die Bündnisgrünen. Sie sind künftig mit vier statt bislang drei Mandaten vertreten. Die SPD konnte ihr Ergebnis von der letzten Kreistagswahl im Jahr 2008 um 0,1 Prozentpunkte verbessern und hat damit wieder sechs Sitze, nachdem den Sozis einer durch den Wechsel von Ivo Teichmann zur AfD während der letzten Legislatur abhanden gekommen war. Alle anderen Parteien mussten Verluste hinnehmen. Wie Kreiswahlleiter Thomas Obst mitteilte, gingen 111 703 Einwohner des Landkreises am Sonntag zur Kreistagswahl. Das entspricht einer Beteiligung von 53,9 Prozent.

Stärkste Kraft ist und bleibt die CDU. Die Christdemokraten kommen nach dem vorläufigen Endergebnis auf 40,3 Prozent, ein Minus von 3,6 Prozent. "Das Wahlergebnis ist im Wesentlichen eine Bestätigung unserer Arbeit", sagte CDU-Kreisverbandssprecher Peter Darmstadt. Verluste musste die Partei vor allem im Freitaler Raum hinnehmen, legte aber im Wahlkreis Altenberg zu. In Anbetracht des Hickhacks um die Zukunft der Sportstätten gelang es sogar den Unionskandidaten Bernd Greif und Markus Dreßler, sich vor den Freien Wählern zu platzieren. Die Stimmenverluste verortet Darmstadt weniger in der Kommunalpolitik der Union. Das Wahlergebnis sei auf äußere Einflüsse zurückzuführen. Die AfD agiere bisher nicht originär kommunalpolitisch, ihr Wahlerfolg sei europapolitisch zu begründen.

Ebenfalls über drei Prozentpunkte büßte die Linkspartei ein. Sie kommt nur noch auf 13 statt bislang 16 Sitze. Ebenfalls drei Mandate verliert die FDP. Kreisrat und Kreisverbandschef Norbert Bläsner bezeichnete das Wahlergebnis als eine "schmerzhafte Niederlage". "Besonders bitter ist, dass die Arbeit mit nur vier Kreisräten besonders schwierig wird. Bei aller Enttäuschung gilt es jetzt aber, die Landtagswahlen in Angriff zu nehmen", so Bläsner, der für die Liberalen auch im Landesparlament sitzt. Den Verlust von einem Mandat müssen auch die Freien Wähler verkraften.

Die NPD hat künftig ebenfalls einen Sitz weniger, weil die Rechtsaußenpartei einen Prozentpunkt verlor und im Kreis nur noch auf 6,5 Prozent kommt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.05.2014

Silvio Kuhnert

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