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Kreativräume zum Nebenkosten-Preis – Wächterhaus öffnet am Bahnhof Radeberg

Kreativräume zum Nebenkosten-Preis – Wächterhaus öffnet am Bahnhof Radeberg

Zuwachs für die ostsächsischen Wächterhäuser: Der Haushalten Dresden e.V. eröffnet sein zweites Haus im Raum Dresden.

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Kreative Nutzung statt Leerstand - der Haushalten Dresden e.V. schafft sogenannte Wächterhäuser.

Quelle: DNNOnline Montage

Am Radeberger Bahnhof werden ab 1. September rund 500 Quadratmeter Fläche für kreative und soziokulturelle Nutzer zur Verfügung stehen. Fünf Jahre lang können die neuen „Mieter“ in dem dreistöckigen Ziegelbau an der Straße Am Bahnhof bleiben. Interessierte können auf der Vereinswebsite [link:700-NR_DNN_80807-1] ihr Nutzungskonzept einreichen. Voraussetzungen sind die vorrangig nicht-kommerzielle Tätigkeit und die Bereitschaft, sich für das Projekthaus zu engagieren.

Wächterhaus – so funktioniert’s

Die Idee eines Wächterhauses ist einfach: Leerstehende Gebäude werden vorübergehend genutzt, und die zeitweiligen „Mieter“ zahlen nur die Nebenkosten, also Strom, Wasser, Versicherung und Grundsteuer. Davon haben alle Beteiligten etwas: Den Nutzern stehen finanzierbare Räume für ihre Kultur-, Kunst- und Sozialprojekte zur Verfügung. Der Eigentümer kann sicher sein, dass sich jemand um sein Haus kümmert und es grundlegend in Schuss hält. Obendrein spart er das Geld für die Nebenkosten. Diese Idee überzeugte auch den Besitzer des Radeberger Wächterhauses, einen Privatmann.

Bei der komplizierten Suche nach leerstehenden Gebäuden und deren Eigentümern haben die Haushalten-Vereinsmitglieder Rückenwind durch die Radeberger Stadtverwaltung erfahren, lobt Tobias Radermacher, der den Verein vor fünf Jahren mit Freunden gegründet hat. Die Stadtväter seien von sich aus auf den Verein zugekommen.

Ehrenamtliches Engagement, wo die Politik gefordert ist

Anders als den Wächterhaus-„Erfindern“ aus Leipzig, denen es um die Rettung baufälliger Gründerzeithäuser ging, will der Dresdner Haushalten e.V. in den Gebäuden vor allem günstigen Raum für die vielen Kreativen und Sozialprojekte der Stadt schaffen. „Wir springen kurzfristig dort ein, wo die Politik gefordert ist, längerfristig Perspektiven zu bieten“, sagt Radermacher. Zwischennutzungen könnten jedoch keine langfristige Lösung für die Raumnot von Kreativen und Ehrenamtlichen seien.

Das neue Wächterhaus wird großen Anklang finden, sind sich die Organisatoren sicher: „Auch in Radeberg gibt es einen Mangel an bezahlbaren Projekträumen“, sagt Vereinsvorsitzender Thomas Prestel. „Zudem ist das Haus in 15 Minuten vom Bahnhof Dresden-Neustadt zu erreichen, was sicherlich für viele Menschen aus der Neustadt und dem Hechtviertel attraktiv ist, die durch die steigenden Mieten für Projekträume bedroht sind.“

Das [link:700-NR_DNN_80807-2] am Emerich-Ambros-Ufer wurde im Sommer 2013 eröffnet und ist voll belegt.

Tanja Tröger

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