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Krankenhaus Arnsdorf mit Klinikneubau für 28,5 Millionen Euro

Grundsteinlegung Krankenhaus Arnsdorf mit Klinikneubau für 28,5 Millionen Euro

Das Krankenhaus Arnsdorf bekommt ein „Zentrum für seelische Gesundheit“. Der so betitelte Komplex – bestehend aus einem Neubau und einem sanierten Altbau –, soll bis 2021 entstehen und rund 28,5 Millionen Euro kosten, wie Volker Kylau, Referatsleiter Bau- und Liegenschaftspolitik im Finanzministerium bei der Grundsteinlegung am Donnerstag sagte.

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Die Visualisierung zeigt den Klinikneubau als dreigeschossigen Zweckbau, der sich ins Umfeld einfügen soll. Die Fassadengestaltung mit geschlämmten Ziegeln und der Gebäudeumriss passen sich an die umliegenden historischen Gebäude an.

Quelle: Visualisierung: Nickl & Partner Architekten AG

Arnsdorf. Das Krankenhaus Arnsdorf bekommt ein „Zentrum für seelische Gesundheit“. Der so betitelte Komplex – bestehend aus einem Neubau und einem sanierten Altbau –, soll bis 2021 entstehen und rund 28,5 Millionen Euro kosten, wie Volker Kylau, Referatsleiter Bau- und Liegenschaftspolitik im Finanzministerium bei der Grundsteinlegung am Donnerstag sagte. Am Ende sollen Akutaufnahme- und Kriseninterventionszentrum im Neubau sowie insgesamt sieben mehrheitlich offen geführte psychiatrische Stationen entstehen, von denen zwei im Altbau liegen.

Für die 1912 nach damaligen Stand errichtete Klinik bedeutet das eine Abkehr von den damals geltenden Prinzipien, die sich in den 18 Klinik- und Verwaltungsgebäuden manifestieren. Sie liegen wie Gartenpavillons in einer Parklandschaft, jedes umgeben von viel Grün. Für die damalige Zeit, als psychische Probleme eher versteckt und allenfalls mit viel Ruhe und Licht beherrschbar gemacht wurden, war das Stand der Medizin. Heutzutage seien aber viele psychische Erkrankungen therapierbar, sagt der Ärztliche Direktor Peter Schönknecht. Und für einen modernen Krankenhausbetrieb sei die derzeitige Pavillonstruktur nicht gerade förderlich. Zu weit die Wege, zu unübersichtlich das Gelände.

Deshalb war ursprünglich ein kompletter Neubau an Stelle des Hubschrauberlandeplatzes geplant, wie Kylau erinnert. Was in dem unter Denkmalschutz stehenden Ensemble aber kein einfaches Unterfangen ist. Bei einem Abendspaziergang mit Finanzminister Georg Unland (CDU) habe dann ein Umdenken eingesetzt, wie Abteilungsleiter Alf-Rüdiger König aus dem Sozialministerium sagt. Plötzlich sollten die in die Jahre gekommenen Bestandsgebäude ertüchtigt und umgebaut werden. Auch das hat sich so nicht umsetzen lassen. Nur der Neubau eines Gebäudes habe es ermöglichen können, dass „mit unseren Personalressourcen eine angemessene Versorgung“ gewährleistet werden könne, wie Chefarzt Schönknecht sagt.

Das bedeutet vor allem, dass jede der Stationen einen zentralen Dienst-Raum erhält, von dem aus die Schlaf- und Gemeinschaftsräume für 22 Patienten zu überblicken sind. Auch die zwei Innenhöfe hat das Pflegepersonal von dort aus im Blick. Das war so im Bestandsgebäude nicht möglich, weshalb es abgerissen wurde. 2012/13 hat die Klinik extra für vier Millionen Euro einen Übergangsbau aus Containern errichten lassen. in dem die Patienten derzeit betreut werden.

2018 soll der Neubau bezugsfertig sein. Anschließend beginnen die Arbeiten im Altbau, dessen Erhalt nicht nur aus Gründen des Denkmalschutzes die richtige Entscheidung sei, wie König sagt. Das Gebäude mit dem technischen Namen B3 wird Elfriede-Lohse-Wächtler-Haus genannt, nach der Künstlerin, die dort behandelt und später von den Nazis in Pirna-Sonnenstein ermordet wurde. Der Name erinnere an ein dunkles, nichtsdestotrotz wichtiges Kapitel der Klinikgeschichte, sagt König. Nach Abschluss des Ausbaus sollen in dem Gebäude zwei Stationen für geriatrische Psychiatrie eingerichtet werden. 18 Millionen Euro der Baukosten zahlt der Freistaat, den Rest bringt die Klinik auf.

Von Uwe Hofmann

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