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Kostenexplosion bei Straßenbau: Stadt muss für Niederleite fast 68.000 Euro drauflegen

Kostenexplosion bei Straßenbau: Stadt muss für Niederleite fast 68.000 Euro drauflegen

Endspurt an der Hauptstraße: Die Dauerbaustelle auf der Hauptverkehrsader in Copitz geht endlich ihrem Abschluss entgegen. Bauleute tragen die neue Schwarzdecke auf.

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Der Asphalt dampft: Die nördliche Hälfte der Hauptstraße bekommt Schicht für Schicht endlich die Schwarzdecke. Gestern rollte die Walze auf der Verbindung zum bereits ausgebauten Abschnitt der Niederleite.

Quelle: Silvio Kuhnert

"Die Verkehrsfreigabe erfolgt am 31. August", kündigt Pirnas Bauamtsleiter Uwe Schädlich an, "die Restarbeiten an den Gehwegen und der Busschleuse an der Einmündung der Pillnitzer Straße werden bis Anfang Oktober erledigt."

Die Geduld von Händlern und Anwohnern wurde lang auf die Probe gestellt. Es sind fast zwei Jahre her, als die Neugestaltung des Straßenzuges begann. 18 Monate Bauzeit waren anvisiert, nachdem der Startschuss Ende September 2011 fiel. Statt Frühjahr dieses Jahres ist die Hauptstraße erst im Spätsommer wieder befahrbar. Die Bauverzögerung unter anderem wegen ungeplanten Gasleitungs- und Kanalbaus hat wenigstens die Baukosten für das Rathaus nicht in die Höhe getrieben. "Der städtische Anteil an dem komplexen Bauvorhaben, also die Herstellung der Fahrbahn, Geh- und Radwege sowie öffentliche Beleuchtung bewegen sich im geplanten und beschlossenen Budget", teilt Schädlich mit. Rund 1,6 Millionen Euro waren an Baukosten veranschlagt, 1,09 Millionen kommen aus dem Fördertopf für das Sanierungsgebiet "Alt-Copitz", 545 000 Euro als Eigenanteil aus dem Stadtsäckel.

Im Gegensatz zur Hauptstraße explodieren die Kosten für den zweiten Bauabschnitt auf der Niederleite, obwohl der Startschuss noch gar nicht gefallen ist. Kommenden Montag rücken Arbeiter an und bauen ab der Schulstraße bis zur Quergasse die Niederleite sowie die sich anschließende Oberleite grundhaft aus. Insgesamt 530 000 Euro waren ursprünglich für das Vorhaben veranschlagt. Bereits jetzt steht fest: die Stadt muss 67 600 Euro drauflegen. Grund ist ein schlechtes Ergebnis bei der Ausschreibung.

Gerade einmal zwei Bauunternehmen haben Interesse an dem Auftrag gezeigt. Die Stadtverwaltung gibt der langen kalten Jahreszeit die Schuld. "Durch den langen Winter haben die Baufirmen noch viele Rückstände aufzuholen, so dass derzeit eine relativ starke Auftragssättigung am Markt zu verzeichnen ist, Deshalb geben weniger Firmen Angebote ab", heißt es aus dem Rathaus. Mit anderen Worten die Auftragsbücher waren zurzeit der Ausschreibung bereits gut gefüllt.

Trieb auch die Verspätung auf der Hauptstraße die Kosten nach oben? Nach deren Fertigstellung sollte eigentlich der Ausbau der Niederleite starten. Statt eines Baubeginns erfolgte erst am 26. April dieses Jahres die Veröffentlichung der Bauleistung, zu einem Zeitpunkt, an dem die Bücher in jeder Baufirma voll sein sollten. Gefüllt werden sie im vorhergehenden Herbst und Winter. Dass eine Ausschreibung zu jenem Zeitpunkt zu besseren Konditionen für die Stadt geführt hätte, diese Vermutung nennt Schädlich "sehr spekulativ".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.08.2013

Silvio Kuhnert

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