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Konica kauft Techniksparte von Kriesten Radebeul

Konica kauft Techniksparte von Kriesten Radebeul

Das Bundeskartellamt hat jetzt grünes Licht gegeben. Somit ist der Verkauf der Radebeuler Kriesten GmbH an die Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH (DNN berichteten) in trockenen Tüchern.

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Jürgen Kriesten

Quelle: Stephan Klingbeil

Die Niedersachsen gehören zum japanischen Konzern Konica Minolta, der weltweit rund 28500 Mitarbeiter beschäftigt und Umsätze von umgerechnet über5,4 Milliarden Euro erzielt. Wieso Jürgen Kriesten seine Firma verkauft hat und welche Teile des Unternehmens tangiert werden, erklärte er DNN-Mitarbeiter Stephan Klingbeil im Interview.

Sie haben die Kriesten GmbH 1990 in Radebeul gegründet. Ihre Firmen für Dokumentenlogistik, informationstechnologische Lösungen und für Büroeinrichtungen verzeichneten zuletzt einen Umsatz von 14 Millionen Euro. Fast 100 Mitarbeiter sind in Radebeul, Leipzig, Chemnitz, Bautzen und Cottbus tätig. Wieso haben sie jetzt an Konica Minolta verkauft?

Jürgen Kriesten: Das hat im Großen und Ganzen zwei Gründe. Ich bin inzwischen 60 Jahre alt, wollte die Zukunft meiner Firmen gesichert wissen. Zudem sind wir seit 23 Jahren Kunde von Konica und der 2004 fusionierten Konica Minolta, die für uns ein verlässlicher Partner waren.

Nach der Wende hatte ich selbst Faxgeräte und Kopierer für Konica repariert. 2004 deutete der Präsident von Konica Minolta Deutschland, Günther Schnitzler, an, dass er noch vor seinem Ruhestand den weißen Fleck in seinem Direktvertriebsbereich - nämlich den im Raum Dresden - verschwinden lassen will. Nun geht Herr Schnitzler in den Ruhestand.

Sie hätten doch gegen Konica Minolta im Wettbewerb antreten können?

Für uns hat es aus preislichen Gründen keinen Sinn gemacht. Konica Minolta wollte seinerseits aus Kostengründen auf ein bestehendes Kunden-Netzwerk zurück greifen. Ich hätte noch ein, zwei Jahre gewartet. Aber die Zeit war reif.

Haben sie alle Unternehmen verkauft?

Nein. Verkauft wurde die Techniksparte, also die Kriesten GmbH. Die Kriesten Büroeinrichtung GmbH, die im vorigen Oktober als eigenständige Firma ausgegliedert wurde, ist nicht Teil des Verkaufs. Neben meiner beratenden Tätigkeit für Konica Minolta bleibe ich in diesem Unternehmen mindestens noch drei, vier Jahre Geschäftsführer.

Und danach?

Dann übernimmt meine jüngere Tochter Susann. Im Gegensatz zu meiner älteren Tochter wollte sie meine Nachfolgerin werden, aber nur für den Bereich der Büroeinrichtung. Das war wesentlicher Grund für die Umstrukturierung 2012.

Was verändert sich für Mitarbeiter und Kunden nach dem jetzigen Verkauf?

Stand jetzt ist, dass alles so bleibt: für unsere Kunden und für die Mitarbeiter. Demnächst wird die künftige Strategie mit Konica Minolta besprochen. Was die Mitarbeiter in der Techniksparte langfristig betrifft, kann ich noch nicht sicher sagen. Die Zahl der Beschäftigten der Büroeinrichtungssparte von jetzt 24 soll etwas erhöht werden.

Bleiben Sie weiterhin Sponsor für den Sportverein Radebeuler BC (RBC)?

Die Kriesten Büroeinrichtung GmbH ist auch in der kommenden Fußball-Saison Hauptsponsor des RBC und Sponsor von Dynamo Dresden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.06.2013

Stephan Klingbeil

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