Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Konferenzzentrum in Radebeul-Ost geplant

Konferenzzentrum in Radebeul-Ost geplant

Am Güterbahnhof in Radebeul-Ost soll ein Konferenz- und Tagungszentrum gebaut werden. Die Privatinvestoren von der Dresdner "M+E Consult GmbH" bestätigten dies gestern gegenüber den DNN.

Radebeul. Von Stephan Klingbeil

Die Genehmigung für den Bau stehe noch aus. Doch die Planungen sind fortgeschritten. Gibt die Stadt grünes Licht, könnte der zweigeschossige Neubau 2014 aus dem Boden gestampft werden. Laut Stadt spricht derzeit nichts dagegen. Sie sieht in dem Vorhaben "eine Aufwertung des Areals Radebeul Ost".

Das Konferenzzentrum könnte laut M+E-Geschäftsführer Thomas Joachim zum Beispiel vom Verband der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie genutzt werden. Der Verband war 1990 als Arbeitgebervertretung für die Metall- und Elektroindustrie gegründet worden und hat seinen Sitz in der Washingtonstraße in Dresden, genauso wie die Investoren der M+E Consult.

Das Beratungsunternehmen hat bereits das komplette ehemalige Gelände der Deutschen Bahn gekauft, auf dem sich Güterbahnhof und Veranstaltungshalle samt Schmalspurbahnmuseum befinden. Das neue Tagungszentrum soll auf der Nordseite des teils verwilderten Areals, an der Kreuzung Bahnhofsvorplatz und Sidonienstraße gebaut werden. Das dortige Trafohäuschen müsse weichen. Den Mietern des benachbarten Schuppens, eine Elektronikfirma, wurde wegen des Bauprojekts gekündigt.

Das denkmalgeschützte Eisenbahnerhäuschen auf dem Gelände des Güterbahnhofs hat Joachim zufolge jedoch Bestandsgarantie. Die Bewohner, einst Eisenbahner, dürfen dort auf Lebenszeit wohnen bleiben. "Deshalb beschäftigen wir uns derzeit auch nicht mit dieser Fläche." Langfristig könnten dort aber Gastronomen Besucher zu Tisch bitten - ein Café wäre vorstellbar oder ein Biergarten.

Viel konkreter sind laut Investoren und Stadtverwaltung indes die Pläne für die Nutzung der Grünflächen des Areals in Richtung Dresden. Der Güterbahnhof erstreckt sich auf einem schmalen Gelände zwischen Sidonienstraße und Gleisen. Das noch ungenutzte Grünland soll künftig zur Ansiedlung von Unternehmen dienen. Büros oder auch produzierendes Gewerbe sind laut Stadt möglich. Einen Supermarkt oder ein Autohaus dürften sich dort aber nicht niederlassen. Das würde jedenfalls die Strategie des Stadtrats konterkarieren.

Dieser hatte sich vor dem Umbau des neuen Stadtteilzentrums Ost klar gegen die Ansiedlung weitere Großmärkte in der Gegend ausgesprochen. Somit bleibt der im Mai eröffnete Rewe der einzige größere Einkaufsmarkt in der Nähe. Die aufwendige Umgestaltung des Areals am sanierten Kulturbahnhof war letztendlich auch nur mit Hilfe der Millionen des Privatinvestors Christoph Dross realisiert worden. Seit diesem Frühjahr gibt es im Stadtzentrum Ost somit noch ein Parkhaus, Arztpraxen, Banken und Läden. Die Volkssolidarität bietet zudem in den Sidonienhöfen "Betreutes Wohnen" für Senioren an.

Der Bahnhofsvorplatz wird demnächst fertig gestellt. Dann fehlt laut Stadt nur noch der über 600 000 Euro teure Ausbau der Sidonienstraße. Diese soll langfristig als Umleitung dienen, wenn die Hauptverkehrsader von Radebeul, die Meißner Straße, gesperrt würde. Die Fahrbahn der Sidonienstraße soll breiter werden, der Gehweg auf der Nordseite mit künftig 2,20 Meter Breite wird auch erneuert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.07.2013

Stephan Klingbeil

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr