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Kommt eine neue Touristinfo auf die Radebeuler Hauptstraße? - Stadtrat entscheidet heute über Standort

Kommt eine neue Touristinfo auf die Radebeuler Hauptstraße? - Stadtrat entscheidet heute über Standort

Dass die Radebeuler Touristinformation an ihrer bisherigen Wirkungsstätte, den Landesbühnen Sachsen, keine Zukunft hat, steht schon länger fest. Wo sie aber künftig untergebracht sein wird, das entscheidet der Stadtrat in seiner heutigen Sitzung.

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Quelle: Martin Förster

Wunschobjekt der Verwaltung ist das Gebäude an der Hauptstraße 12, in dem früher die Commerzbank untergebracht war. Die Zeit drängt, notwendige Umbauarbeiten müssten bereits im kommenden Jahr beginnen. Denn der Mietvertrag mit den Landesbühnen läuft zum 31. Januar 2015 aus. Bereits im Mai dieses Jahres hatte der Stadtrat beschlossen, den bestehenden Vertrag nicht zu verlängern. Grund dafür sind nach Aussage von Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) nicht die räumlichen Bedingungen.  Vielmehr lägen die Landesbühnenaber jenseits aller touristischen Ströme.

Ganz anders sei das im Fall des geplanten Objektes: „Es liegt im stark frequentierten Innenstadtbereich. Im Umfeld befinden sich mit dem Karl- May-Museum, dem DDR-Museum Zeitreise und der Schmalspurbahn eine Vielzahl touristischer Ziele. Die Nähe zum Rathaus ist auch nicht zu unterschätzen“, erklärt  Wendsche.Ein weiterer Vorteil: Das Gebäude liegt im Sanierungsgebiet Radebeul-Ost, für den Kauf und die Sanierung kann also mit Fördergeldern gerechnet werden. Insgesamt 820 000 Euro kostet das Vorhaben. Allein 542 000 Euro davon fließen in die Baukosten. Das Dach muss  aniert, der Keller getrocknet und der Eingangsbereich erneuert werden. Dafür soll die Treppe zur Hauptstraße verschwinden und der Eingang an die Gebäudeseite verlegt werden. Für Wendsche ist die Sache klar: Der Umzug in die Hauptstraße ist ein wichtiger Baustein, um den Tourismus weiter zu stärken. Dieser sei für den Standort schließlich ein äußerst relevanter Faktor.

Tatsächlich ergab eine Analyse aus dem Jahr 2011, die die Bedeutung des Tourismus auf die Wirtschaftlichkeit der Lößnitzstadt untersuchte, dass Radebeul höhere Übernachtungszahlen als Meißen vorweisen kann. „Wir machen 60 Millionen Euro Umsatz im Jahr durch den Tourismus. 1700 Personen verdienen ihren Lebensunterhalt damit. Das ist ein Arbeitskräftepotential, das uns niemand weg nehmen kann“, sagt der Oberbürgermeister. Außerdem könne die Stadt mit dem Umzug sogar sparen. Für eine Touristinformation auf der Hauptstraße würden künftig etwa 13 000 Euro im Jahr anfallen, inklusive Betriebskosten und Abschreibung der Baukosten. Für die Räume in den Landesbühnen zahlt die Stadt pro Jahr bisher rund 20 000 Euro. „Wir können also 30 Prozent sparen, die Vermietung freier Büros im Objekt noch nicht mit berechnet“, sagt Wendsche.

Christin Grödel

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