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"Kötzschenbrodaer" kostet zwei Millionen Euro: Nächstes Jahr werden 1,25 Kilometer saniert

"Kötzschenbrodaer" kostet zwei Millionen Euro: Nächstes Jahr werden 1,25 Kilometer saniert

"Es ist in unserem Hauptstraßennetz eine der schlechtesten Straßen, die wir haben", sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Gemeint ist die Kötzschenbrodaer Straße, die ähnlich wie die Hauptverkehrsader Meißner Straße parallel zur Elbe verläuft und die Stadtteile Serkowitz und Kötzschenbroda miteinander verbindet.

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Die Kötzschenbrodaer Straße soll im nächsten Jahr saniert werden. Am Friedhof bleibt es aber eng.

Quelle: Martin Förster

Im nächsten Jahr soll sie in einem wesentlichen Teilstück saniert werden: zwischen der Weintraubenstraße und Am Gottesacker. Rund 1,25 Kilometer lang ist dieses Teilstück, die Baukosten werden auf rund zwei Millionen Euro geschätzt. Für die Stadtkasse bei Weitem kein Pappenstiel.

Viel Glück im Unglück

Umso mehr lässt sich vom Glück im Unglück sprechen, wie OB Wendsche meint. Nach dem Junihochwasser 2013 wurde die Kötzschenbrodaer Straße in den Wiederaufbauplan des Umweltministeriums aufgenommen, weshalb man im Rathaus davon ausgeht, die Baukosten vollständig mit Fördermitteln bezahlen zu können. Allerdings drängt das auch zum Handeln, da diese Flutmittel bewilligt und abberufen sein wollen. Ein weiterer, ähnlich gelagerter "Glücksfall" hängt ebenfalls mit dem Hochwasser zusammen. Dieses hatte die Friedhofsmauer am Alten und Neuen Friedhof in Kötzschenbroda derartig geschwächt, dass sie abgebaut werden musste. Nach langen Diskussionen hat die Stadt erreicht, dass wenigstens die Mauer am Alten Friedhof ein klein wenig versetzt aufgebaut werden darf, was an dieser Engstelle für ein bisschen mehr Spielraum sorgt. So eine Chance, meint der OB, bietet sich nur alle hundert Jahre.

Dabei hat man die Planungen zum Ausbau der seit Jahren maroden Straße schon lange vor der Flut begonnen. "Die Kötzschenbrodaer Straße hat uns seit Jahren beschäftigt", sagt Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Viel, tiefschürfend und manchmal auch hitzig ist über die Sanierungsvarianten diskutiert worden. Was herausgekommen ist, lässt sich am besten als einen Kompromiss beschreiben, von dem Autofahrer und Fußgänger noch am meisten haben. Die Belange der Radfahrer sind dagegen der Enge der Trasse zum Opfer gefallen.

Kein Radweg auf der "Kötzschenbrodaer"

Sie werden von der Weintraubenstraße kommend, wo es einen Radstreifen auf dem Fußweg gibt, über einen gemeinsamen Rad- und Fußweg zur Panzerstraße geführt, von wo aus sie zum Elberadweg gelangen können. Der verläuft parallel zur Kötzschenbrodaer Straße, ebenso wie der Radweg Am Gottesacker, dessen seit Jahren beklagter Zustand allerdings noch deutlicher Verbesserung bedarf, sollte er als echter Ausweichweg gelten. "Es hat keinen Sinn, einen Radweg zu bauen und ihn dann an der Friedhofsmauer enden zu lassen", begründet FDP-Stadtrat Sven Mücke die Planung. Wolfgang Jacobi (CDU) kritisiert dagegen: "Es ist bedauerlich, dass die Radverkehrsanlage von der Weintraubenstraße nur bis zur Panzerstraße geführt werden soll."

Doch auch die Autofahrer und die Fußgänger müssen Abstriche machen. Geplant ist, die Fahrbahn sieben Meter breit anzulegen, die aber an der Engstelle am Friedhof auf 5,50 Meter zusammenschmelzen. Dort wird aus diesem Grund dann Tempo 30 gelten, weil sonst der Begegnungsverkehr an dieser Stelle verboten werden müsste. Die Fußgänger sollen anders als bisher einen durchgehenden Bürgersteig erhalten. Der wechselt die Seiten, ist manchmal auf beiden Straßenseiten, zumeist aber nur auf einer. Wer von der Weintraubenstraße zum Friedhof läuft, wechselt deshalb zwei Mal die Straßenseiten, was vor allem Grüne-Stadträtin Gabriele Schirmer für indiskutabel hält. "Das ist nicht genug", kanzelt sie die Planung ab.

Die Bauarbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen und auch zu Ende gebracht werden, was laut Baubürgermeister Müller sehr ambitioniert ist. Schließlich will die Wasserversorgung- und Stadtentwässerung Radebeul (WSR) vorher noch einen neuen Kanal verlegen. Bis 2016 müssen die Arbeiten in jedem Fall erledigt sein, dann wird die Meißner Straße in zwei Abschnitten gebaut und die "Kötzschenbrodaer" als Umleitung gebraucht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2014

Uwe Hofmann

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