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Kötzschenbrodaer Straße in Radebeul ist fertig saniert

Freie Fahrt Kötzschenbrodaer Straße in Radebeul ist fertig saniert

Auf der Kötzschenbrodaer Straße herrscht wieder freie Fahrt. Mit mehr als vier Millionen Euro beziffert Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) die Baukosten, allein für den reinen Straßenbau mussten 2,5 Millionen Euro bezahlt werden. „Wenn wir das als Radebeul allein hätten stemmen sollen, hätte es Jahrzehnte gedauert“, sagt er.

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OB Wendsche und Bürgermeister Müller räumen das letzte Hindernis weg.
 

Quelle: lml

Radebeul.  Auf der Kötzschenbrodaer Straße herrscht wieder freie Fahrt. Mit mehr als vier Millionen Euro beziffert Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) die Baukosten, allein für den reinen Straßenbau mussten 2,5 Millionen Euro bezahlt werden. „Wenn wir das als Radebeul allein hätten stemmen sollen, hätte es Jahrzehnte gedauert“, sagt er. Stattdessen wurde der vielbefahrene Abschnitt zwischen Am Gottesacker und der Weintraubenstraße in etwas mehr als einem Jahr Bauzeit grundlegend saniert, wobei die Stadttochter Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul (WSR) die anliegenden Grundstücke ans Abwassernetz angeschlossen hat. Möglich wurde die Investition durch rund 2,3 Millionen Euro Fördermittel, die aus dem Hochwasserschadensbeseitigungsfonds und dem Landeshaushalt geflossen sind. „Dem Hochwasser sage ich dennoch nicht danke“, betont OB Wendsche. Das habe nur Leid und Schaden gebracht. Vielmehr sei dankbar an die bundesdeutsche Solidarität zu erinnern, die den Wiederaufbau möglich gemacht hat.

Wobei es eigentlich nicht viel wieder aufzubauen gab, wie die ersten Bauuntersuchungen zutage gebracht haben. „Das war ein asphaltierter Feldweg, der seine Schuldigkeit tun musste“, formuliert das OB Wendsche. Eigentlich war die Kötzschenbrodaer Straße mal ein Teil der alten Poststraße von Dresden über Meißen nach Leipzig, Mitte des 18. Jahrhunderts verlor sie allerdings ihre Bedeutung, weil sie durch eine Verlagerung eines Elbarms immer häufiger überflutet wurde. Damals wurde die heutige Meißner Straße zur Hauptverkehrsader, an der Kötzschenbrodaer Straße begann der Abstieg, wohl auch ein Grund für den eher dürftigen Zustand der Straße, die nach der Wende allerdings mit einem gestiegenen Verkehrsaufkommen zu kämpfen hatte und die auch ohne die Unterspülungen durch die Hochwasser 2002 und 2013 in einem bedauernswerten Zustand war. Insofern ist es doch ein Glücksfall, dass der Abschnitt nach dem Junihochwasser 2013 in den Wiederaufbauplan aufgenommen werden konnte.

Rund 11 500 Quadratmeter Geotextil sollen künftig dafür sorgen, dass die Straße bei kommenden Hochwassern trotz des schwierigen Untergrunds keinen größeren Schaden mehr nimmt. Außerdem sorgen 33 neue Leuchten für Übersicht, gibt es erstmals Gehwege und zwei moderne Bushaltestellen. Um an der Engstelle am alten Friedhof einen halbwegs nutzbaren Gehweg hinsetzen zu können, musste eigens ein Stück denkmalgeschützte Friedhofsmauer versetzt werden, was allein schon mehr als eine Million Euro gekostet hat, wie der OB sagt.

Mit dem 1,3 Kilometer langem Abschnitt Kötzschenbrodaer Straße hat Radebeul nun Spielraum für weitere Straßenbauprojekte gewonnen. Damit ist zum Einen der Geh- und Radweg Am Gottesacker gemeint, der nächstes Jahr entstehen soll. Außerdem hoffe die Stadt auf einen Planfeststellung für die Sanierung der Meißner Straße zwischen Dr.-Külz-Straße und Rennerbergstraße, wie der OB sagt. 2017 soll auch die „Kötzschenbrodaer“ zwischen Stadtgrenze und Serkowitz saniert werden.

Von Uwe Hofmann

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