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Knatsch aus, Besinnlichkeit an - 40.000 Besucher werden zum Weihnachtsmarkt in Radebeul erwartet

Knatsch aus, Besinnlichkeit an - 40.000 Besucher werden zum Weihnachtsmarkt in Radebeul erwartet

"Wir hoffen, dass nun besinnliche Stimmung auf dem Anger Altkötzschenbroda einkehrt", wünscht sich Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). In der nächsten Woche eröffnet dort der Radebeuler Weihnachtsmarkt "Lichterglanz und Budenzauber", der sich in diesem Jahr ganz unvermittelt zu einem heiklen Thema entwickelt hat.

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Die Dresdner Künstlerinnen Anne Ibeling (vorn) und Peggy Berger gestalten in diesem Jahr den Lichterpfad. Die von ihnen aus Butterbrotpapier geformten Kugeln sehen im Tageslicht wie überdimensionierte Schneebälle aus. Werden sie von innen beleuchtet, zeigen sie Motive aus Grimms Märchen.

Quelle: Martin Förster

Schuld habe eine Kommunikationspanne, wie OB Wendsche freimütig einräumt: Die Angerbewohner und Geschäftsinhaber haben erst über Umwege erfahren, dass der Markt auch freitags an den ersten drei Adventswochenenden öffnet, was für sie vor allem Verkehrsprobleme mit sich bringt. Die Stadt versucht, die Lage durch ein klares Verkehrsregime zu entkrampfen, indem sie etwa den Parkplatz an der Hainstraße den Angerbewohnern vorbehält und auswärtige Besucher konsequent auf die Festwiese leitet. Kötzschenbrodaer Straße und Hermann-Ilgen-Straße sollen zudem nicht gesperrt werden.

Im neuen Jahr wolle man sich anschließend mit allen Interessengruppen zusammensetzen, um Vor- und Nachteile der Regelung zu analysieren, wie Organisatorin Cornelia Bielig sagt. OB Wendsche zeigt sich verwundert, dass die Diskussion um den Weihnachtsmarkt derart grundsätzlich geführt wird. "Wir können nicht einfach auf die Festwiese umziehen, wie manche meinen", sagt er. Dann würde man alles kaputt machen, was in den letzten 19 Jahren aufgebaut wurde, warnt er. 40.000 Besucher zieht der Weihnachtsmarkt inzwischen an, der sich seit 2007 über den ganzen Anger erstreckt. Man habe ihn mit viel Mühe zu einer "Marke" entwickelt, wie Wendsche mit Blick auf die inzwischen sehr zahlreiche Konkurrenz im Umland sagt. Es gebe heutzutage "an jeder Ecke" einen Weihnachtsmarkt - was ein Gerangel um Besucher und Händler nach sich zieht. Die Zugabe von drei Öffnungstagen in Radebeul lässt sich auch als ein Zugeständnis an diese beiden Gruppen verstehen. Sicher werde über kurz oder lang der ein oder andere Markt auf der Strecke bleiben, meint Wendsche.

Damit das nicht in Altkötzschenbroda passiert, setzt man auf die bewährten Qualitäten: Es gibt keine Beschallung mit Weihnachtsschlagern, stattdessen ein lockeres Programm mit Puppenspiel, Konzerten in der Kirche und weihnachtlichen Gesängen auf dem Markt. In der Mitte des Angers wird der Lichterpfad aufgebaut, wo Besucher vom Trubel ungestört durchschnaufen können. Für Kinder gibt es allerhand Basteleien auf dem Kirchplatz. Feste Größen, wie etwa "Arnold Böswetter" mit eigenem Programm und dem Adventsliedersingen, das Theater Schreiber & Post mit "Frau Holle verliert die Kontrolle" oder der Weihnachtsbriefkasten auf dem Kirchvorplatz sind wieder dabei. Neu ist ein "Orientalisches Geschichtencafé" im Familienzentrum, bei dem in Radebeul lebende Asylbewerber orientalische Märchen erzählen. Unter den Winzern gibt es mit dem Haus Steinbach Zuwachs.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.11.2014

Uwe Hofmann

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