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Klosterruine Heilig Kreuz holt ins Hochwasser gefallene Feier nach

Klosterruine Heilig Kreuz holt ins Hochwasser gefallene Feier nach

Meißen. Nicht nur das Literaturfest Meißen auch das traditionelle Rosenfest in der Klosterruine Heilig Kreuz fiel vergangenen Juni dem Elbehochwasser zum Opfer.

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Henry Linge, im Freiwilligen Ökologischen Jahr beim Hahnemannzentrum, näht markgräfliche Kleider für das Mittelalterschauspiel in der Klosterruine.

Quelle: Uwe Hofmann

Jetzt wollen die Macher vom Meißner Hahnemannzentrum das Versäumte nachholen und laden am 31. August zum Klostergartenfest in die Klosterruine ein. Schließlich blühen auch im August noch die Rosen, wie es in einer Mitteilung zur Begründung heißt.

Die Blüten stehen aber nicht im Mittelpunkt der Veranstaltung, sondern ein Theaterstück, das an die mittelalterliche Vergangenheit der Anlage angelehnt ist. Die Grundlage dafür liefert Helge Landmann, Vorstand des Hahnemannzentrums, selbst. Er hat für seine Doktorarbeit die Geschichte der Klosterruine erkundet und ist der Meinung, dass sie ursprünglich für einen weltlichen Zweck gebaut wurde.

Womöglich als standesgemäße Unterkunft für Adela, die Schwester des damaligen Meißner Markgrafen Dietrich, die von ihrem Gatten, dem böhmischen König Ottokar, verstoßen worden war. Kompliziert wird die Geschichte nicht nur durch das damalige strikte Scheidungsverbot, das die katholische Kirche durchgesetzt hatte, sondern auch dadurch, dass damals zwei Könige in Deutschland um die Vorherrschaft kämpften. Diese 1209 angesiedelte Handlung wollen die Meißner als Verwirrspiel mit politischer Bedeutung auf die Bühne bringen. "20 Mitwirkende werden beteiligt sein", sagt Christiane Bense vom Hahnemannzentrum. Es sind allesamt Laienschauspieler.

Spielort ist auf dem Gelände der Klosterruine, wo zwar eine kleine Bühne aufgebaut sein wird, die jedoch von dem durch die Anlage wandelnden Wandertheater auch verlassen wird. Zur zwei Mal gezeigten Aufführung gehört zudem ein Sängerwettstreit, bei dem jeder, der mag, etwas zum Vortrag bringen kann.

Am Abend wird dann Roger Stein, erster Preisträger der kurzlebigen Meißner Drossel, als Walther von der Vogelweide auftreten. Zu Gehör bringt der kostümierte Sänger aber eigene Lieder. Außerdem gehört ein kleiner Handwerkermarkt zum Klostergartenfest, bei dem es für Besucher auch einiges zum Mitmachen geben soll. Für Kinder gibt es ein Spiel- und Bastelangebot.

i31. August, Klostergartenfest, Klosterruine Heilig Kreuz, Meißen, Leipziger Straße 94, Eintritt 5 Euro, für Kinder bis 12 Jahre 2 Euro, Familien 12 Euro; www.hahnemannzentrum-meissen.de, Tel. 03521/400234

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.08.2013

Uwe Hofmann

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