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Kleinwachauer Spezialklinik verspätet sich

Sächsisches Epilepsiezentrum kann Neubau erst im Frühjahr eröffnen Kleinwachauer Spezialklinik verspätet sich

Was andernorts schon Normalität ist, ist für Martin Wallmann, Geschäftsführer des Sächsischen Epilepsiezentrums Kleinwachau, eine ganz bittere Pille. „Schweren Herzens haben wir uns entschieden, die Einweihung unserer Spezialklinik zur medizinischen Versorgung von Menschen mit komplexen Behinderungen und Epilepsie von Anfang Januar auf den 31. März 2017 zu verschieben.“

Auf der Baustelle des Klinikanbaus laufen die Ausbauarbeiten auf Hochtouren. Mit seinen Rundungen wird das neue Gebäude zu einem Blickfang.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Radeberg. Was andernorts schon Normalität ist, ist für Martin Wallmann, Geschäftsführer des Sächsischen Epilepsiezentrums Kleinwachau, eine ganz bittere Pille. „Schweren Herzens haben wir uns entschieden, die Einweihung unserer Spezialklinik zur medizinischen Versorgung von Menschen mit komplexen Behinderungen und Epilepsie von Anfang Januar auf den 31. März 2017 zu verschieben.“ Es ist einigen beteiligten Baufirmen einfach nicht gelungen, im vorgegebene Zeitplan zu arbeiten. Das ärgert Wallmann mächtig, denn er weiß, das die Liste der Patienten lang ist, die auf eine mehrwöchige Behandlung in der neuen Klinik warten. Bei dem Gedanken daran, dass die Gebäudefassade nach einem so schönen September nun unter fast schon winterlichen Verhältnissen fertig gestellt werden muss, kann er nur den Kopf schütteln. Aber auch im Neubau-Inneren gibt es noch eine Menge Arbeit.

Dr. Thomas Mayer, Chefarzt des Epilepsiezentrums, kann der Terminverschiebung aber auch etwas Gutes abgewinnen. Denn am Tag nach der offiziellen Eröffnung mit geladenen Gästen, am 1. April, wird es in allen Kleinwachauer Einrichtungen einen Tag der offenen Tür geben. Und der lasse sich gut mit dem ebenfalls an diesem Tag geplanten eintrittsfreien traditionellen Kleinwachauer Epilepsie-Symposium verbinden.

Ende März 2015 war der mit reichlich 4,9 Millionen Euro veranschlagte Erweiterungsbau am Fachkrankenhaus für Neurologie mit einem ersten Spatenstich offiziell gestartet worden. Der Freistaat unterstützt den Neubau zu 80 Prozent. Auf drei Etagen soll er nach der Fertigstellung genug Raum für Behandlung, Ergotherapie, Seelsorge und eine Allgemeinarzt-Praxis bieten. Das „Cockpit“ mit seinem Dienstzimmer ist der zentrale Punkt der neuen Station 5 im ersten Stock, in der in acht Einzel- und zwei Zweibettzimmern die stationär behandelten Patienten wohnen. „Von hier aus können wir den Stationsalltag koordinieren und die Patienten überwachen“, erklärt Claudia Audehm, Stationsleiterin neue Station. Die Beobachtung der Patienten hat hier einen hohen Stellenwert. Allerdings nur zu diagnostischen Zwecken, betont der Chefarzt. Im zweiten Stock wird es eine Diätküche geben, der künftig bei der Behandlung eine besondere Rolle zukommen wird. Die Methode, Epilepsie-Patienten mit einer speziellen Diät zu ernähren, wenn Medikamente nicht helfen, ist nicht neu. „Aber wir hatten bisher nicht die Möglichkeit, sie anzubieten“, so Dr. Mayer. Aber auch Gartentherapie und der Sport werden künftig deutlich größer geschrieben. Deshalb soll es außer einer Dachterrasse auch einen Patientengarten und einen Fitnessraum geben.

Gegenwärtig werden im Fachkrankenhaus für Neurologie am Sächsischen Epilepsiezentrum in 50 Betten jährlich etwa tausend Patienten stationär sowie 3000 Fälle im ambulanten Bereich behandelt.

Von Bernd Lichtenberger

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