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Kleinnaundorfer wollen Linie 71 behalten

Kleinnaundorfer wollen Linie 71 behalten

Die Seele in Kleinnaundorf kocht. "Die Linie 71 muss erhalten bleiben", fordern Einwohner des Freitaler Ortsteils. Sie sind mit den Plänen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) und des Regionalverkehrs Dresden (RVD) nicht einverstanden.

Bereits zum Ende der Sommerferien wollen die Busunternehmen die Stadtbuslinie zwischen Dresden-Coschütz und Kleinnaundorf streichen.

Auf Initiative von DVB und RVD sollen am 24. August die Linien B und 66 verschmolzen werden. "Ziel ist die bessere und vor allem direkte Anbindung von Freital über Coschütz an den Hauptbahnhof", preisen die Dresdner Verkehrsbetriebe in der aktuellen Ausgabe "DVB Einsteiger" die Vorteile der Änderungen im Streckennetz an. Durch die Verknüpfung entstehe eine durchgehende Verbindung von Freital-Deuben bis nach Nickern, die werktags alle 20 Minuten, abends und am Wochenende alle 30 Minuten verkehren soll. Bislang müssen Fahrgäste in Coschütz noch umsteigen.

Außerdem ist die Einführung einer neuen Linie 366 geplant. Dieser Bus soll vom Hauptbahnhof Dresden über das Gewerbegebiet Gittersee und Kleinnaundorf nach Bannewitz verkehren. Mit den Änderungen hoffen die Verkehrsbetriebe, die Zahl der Fahrgäste um etwa 1000 pro Tag zu erhöhen.

Allerdings sieht das neue Verkehrskonzept den Wegfall der Linie 71 vor. Grund ist die Auslastung. "Hier fahren weniger als 150 Fahrgäste pro Tag mit", informieren die DVB. Als Alternativen bleiben für die Naundorfer die RVD-Stadtlinie C nach Freital sowie die neue Linie 366 nach Dresden.

Es gibt allerdings einen Haken: Mit der Streichung der DVB-Linie 71 würden "70 Prozent der Busverbindungen entfallen", empörte sich eine Delegation der Einwohner auf der Kreistagssitzung am Montagabend. Sie empfinden es als "skandalös", dass die Bürger von Kleinnaundorf an dem neuen Konzept nicht beteiligt wurden. Nicht einmal dem Ortschaftsrat hätten Informationen vorgelegen. Jedoch sind die Auswirkungen für den Ort erheblich. Kleinnaundorfer gelangen bislang im 30-Minuten-Takt nach Dresden-Gittersee, wo vor allen ältere Einwohner Einkaufsmöglichkeiten nutzen und Ärzte besuchen. Kinder fahren mit der Buslinie zur Schule.

Die Linie 366 stellt keine wirkliche Alternative dar. Denn die Busse sollen nur im Berufsverkehr zwischen 5.30 und 8.30 Uhr sowie 14.30 und 18.30 Uhr fahren, und zwar morgens nur vom Dresdner Hauptbahnhof stadtauswärts und nachmittags von Bannewitz stadteinwärts.

Freitals Oberbürgermeister Klaus Mättig (CDU) ist sauer auf dem Umgang der RVD mit seiner Stadt. "Die haben keinen Mumm, mit den Bürgern zu sprechen", geißelte er die spärlichen Informationen über die Änderungspläne. Er spielte im Kreistag sogar mit dem Gedanken, den Betreiber des Busnetzes zu wechseln: "Es gibt auch andere mit Lenkrad und Rädern." Auch Landrat Michael Geisler (CDU) sieht in dem Verkehrskonzept "erhebliche Mängel" sowie "Nachbesserungsbedarf", vor allem bei den Auswirkungen auf den Schülerverkehr.

Die letzte Hoffnung ist nun der Dresdner Stadtrat. Er entscheidet morgen über die Umsetzung des neuen Konzeptes. Die Kreisverwaltung hofft, dass das Inkrafttreten der Fahrplanänderungen bis nach den Herbstferien verschoben wird. Nur dann könnten gerade betroffene Eltern und Schüler noch rechtzeitig informiert werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.07.2013

Silvio Kuhnert

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