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Klein, aber oho! - Goßdorf hat den ersten Platz im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" belegt

Klein, aber oho! - Goßdorf hat den ersten Platz im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" belegt

Das hätte den Goßdorfern kaum einer zugetraut. Nun aber haben es die 250 Einwohner des Hohnsteiner Stadtteils schriftlich, was für sie selbst schon lange keine Frage war.

Hohnstein.

Dazu bedurfte es nicht erst der Auszeichnung mit dem Siegerschild zum Wettbewerbsabschluss "Unser Dorf hat Zukunft", mit dem Landrat Michael Geisler (CDU) die Goßdorfer überraschte (DNN berichteten). Aber stolz sind sie natürlich über ihren ersten Platz im Kreiswettbewerb.

Das bestätigt uns auch Ines Rentzsch, die wir auf einem Rundgang durch das Dorf treffen: "Ich bin der Liebe gefolgt, bin zu meinem Partner hierher gezogen und fühle mich in Goßdorf sehr wohl." Die Luft sei so sauber, ebenso das Wasser und hier herrsche eine so erholsame Ruhe. Einen sieben Jahre alten Sohn hätten sie schon und nun, das ist unübersehbar, bekäme er ein Geschwisterchen. Die Kaufmännische Angestellte arbeitet in Stolpen, das erreicht sie mit dem Auto. "Den Jungen fahren wir morgens nach Neustadt in die Schule, zurück kommt er mit dem Schulbus."

Seit drei Jahren sind die Schulbusse auch für den öffentlichen Personenverkehr zugelassen, erzählt Daniel Brade, der Bürgermeister von Hohnstein. Zuvor hätte das nicht geklappt. Nun können die Goßdorfer, zumindest an den Schultagen, nicht nur Hohnstein, sondern auch die benachbarten Dörfer Waitzdorf, Lohsdorf und Ehrenberg mehrmals täglich erreichen. Auch die Versorgung durch Fleischer, Bäcker und Lebensmittel sei mithilfe von mobilen Läden gewährleistet, so der Bürgermeister.

Freibad wird zum Treffpunkt

Wir kommen mit Günther Arlt ins Gespräch. Er steht am Straßenrand und lackiert kurze Dachsparren. "Das ist unser Grundstück, ich bin vor über 40 Jahren von Rathmannsdorf zu meiner Frau nach Goßdorf gezogen. Jetzt bauen wir etwas an, brauchen künftig noch einen Carport und einen Abstellraum", erläutert er seine Pläne.

Wir wollen uns einen Überblick verschaffen, was Goßdorf für seine Einwohner und für die Touristen noch so zu bieten hat. Allseits beliebt ist das in der Ortsmitte günstig gelegene Freibad. Mit seiner großen Liegewiese, den Spielgeräten, Buddelkästen, Volleyball- und Fußballfeldern erlaubt es vielfältige Vergnügungen. Unmittelbar benachbart lädt eine sehenswerte Sammlung alter landwirtschaftlicher Geräte in einer kleinen schmucken Remise zum Verweilen ein. Sie ist für Kinder besonders interessant.

Die gastronomische Versorgung ist am Freibad derzeit durch einen Kiosk gewährleistet. Auch dazu gibt es neue Pläne, lässt uns der Bürgermeister wissen: "Wir entwickeln das Areal zu einem lebendigen Treffpunkt weiter. Ein Ehepaar hat das dort bereits vorhandene Gebäude gekauft, es wird eine Gaststätte eröffnen und auch Ferienwohnungen anbieten."

Am Bad beginnen auch die örtlichen Wanderwege. Wir folgen der Markierung zum 331 Meter hohen Hankehügel. Am Weg informieren uns vor jedem Haus die davor aufgestellten Schilder über die Historie des Anwesens. Der ortsnahe Hankehübel bietet einen Rundblick übers Dorf, aber auch über die Berge der Sächsischen Schweiz. Wer sich Beschwerlicheres zutraut, marschiert weiter zum Goßdorfer Raubschloss. Es liegt auf einem Felssporn hoch über dem Schwarzbachtal, das ebenfalls ein lohnendes Wanderziel ist.

Mehr Besucher dank Malerweg

Als Rückweg bietet sich uns der Weg zum Bahnhof Kohlmühle im Sebnitztal an. Hier hält die von Decin über Bad Schandau und Sebnitz nach Rumburk fahrende Nationalparkbahn Sächsisch-Böhmische Schweiz. Zurück ins Dorf geht es zu Fuß, 30 Minuten stramm bergan. Dabei folgen wir zunächst der Ausschilderung des bekannten Malerweges. Er tangiert hier Goßdorf, wendet sich aber dann nach Waitzdorf, auch ein schönes Wanderziel. Der Malerweg bringt inzwischen zusätzlich Besucher in dieses Randgebiet der Sächsischen Schweiz.

Wir schließen unseren Rundgang am 413 Meter hohen Gickelsberg ab. Er ist der Goßdorfer Hausberg. Am Weg bietet sich ein Besuch der Heimatstube in der alten Schule an. Der Aufstieg zum Gickelsberg ist in Goßdorf ein Muss. Wegen seiner peripheren Lage bietet er einen tollen Rundblick. Auf der Südseite zieht sich das Dorf mit deutlichen Höhenunterschieden hinab in Richtung Kohlmühle. In der Dorfmitte schließen wir unsere Stippvisite mit besten Eindrücken vom Ort ab. Der gepflegte Gesamteindruck fällt ins Auge, auch er gibt den Goßdorfern gute Chancen im Landeswettbewerb, dem sie sich jetzt stellen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.11.2014

Peter Weckbrodt

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