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Kita oder drei Jahre daheim? – Eine Radebeuler Erzieherin im Gespräch über das Betreuungsgeld

Kita oder drei Jahre daheim? – Eine Radebeuler Erzieherin im Gespräch über das Betreuungsgeld

Die Diskussionen um die fehlenden Kinderbetreuungsplätze in Dresden dauern an. Neu entfacht wurde die Diskussion nach dem Beschluss des Bundestages, ab 2013 das Betreuungsgeld einzuführen.

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Quelle: dpa

Bleibt die Frage, welche Auswirkungen das Betreuungsgeld und die damit verbundene längere Betreuung zuhause auf die Kinder haben.

Kristin Brun, Kindergärtnerin in der ASB-Kita „Zur Bimmelbahn“ in Radebeul sieht die Einführung der „Herdprämie“ kritisch: „Ich halte diese Einführung für totalen Quatsch. Meiner Ansicht nach, bleiben nur Eltern länger zuhause, die das ohnehin vorhatten“. Und weiter: „Man muss endlich davon abkommen, Kitas als bloße Aufbewahrungsanstalten anzusehen. Wir verstehen unsere Arbeit als Bildungsauftrag. Bei uns lernen die Kinder neben sozialen Kompetenzen auch Lieder, Spiele und werden motorisch gefördert.

Auch Patrick Schreiber spricht sich für die Institution Kindertagesstätte aus. „Kitas sind keine Aufbewahrungsanstalten, sondern Bildungsstätten im frühkindlichen Bereich und haben damit auch einen klar gefassten Bildungsauftrag, damit den Kindern ein möglichst gleicher Start ins Schulleben gewährleistet wird“.

Cornelia Hähne, jugendpolitische Sprecherin der Dresdner SPD merkt an, dass Kinder selbstverständlich grundsätzlich auch gut zu Hause betreut werden können. „Allerdings sei für sie der entscheidende Punkt, ob Eltern wirklich frei wählen können, ob ihre Kinder privat zu Hause oder Kindertageseinrichtungen betreut werden sollen. „Nur mit dem gesetzlichen Anspruch auf einen Krippen- und Krippenplatz sowie mit ausreichenden Betreuungsplätzen können Eltern diese Entscheidung wirklich frei treffen,“ so Hähne.

Jens Hoffsommer, der für die Grünen im Stadtrat sitzt, gibt zu bedenken, dass eine Betreuung zuhause die Vereinzelung der Kinder unterstütze. „Kinder lernen soziale Kompetenzen natürlich vor allem in Gruppen z.B. in Kita oder Tagespflege. Natürlich können Kinder auch in Familie mit andern Kindern spielen, aber in der Kita geht es einfacher“.

Julia Vollmer

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