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Kita „Spieloase“ bekommt ein dauerhaftes Domizil im Copitzer Steinhaus

Drei Jahre nach der Juni-Flut 2013 Kita „Spieloase“ bekommt ein dauerhaftes Domizil im Copitzer Steinhaus

Nach langem Hickhack bekommt die flutgeplagte Kita „Spieloase“ in Pirna ein neues Domizil. Das bisherige Notquartier im Steinhaus an der Pestalozzi-Oberschule wird zu einem Kita-Gebäude umgebaut. Im Herbst sollen 28 Kinder einziehen können-

Mit der Abdeckung des alten Daches hat der Umbau des Steinhauses zur Kita begonnen. Dach- und Gerüstbauer Matthias Heidrich hievt mit Hilfe eines Kranes Asbestplatten in einen Container.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Die Kita „Spieloase“ bekommt fast drei Jahre nach der Flut 2013 endlich ein hochwassersicheres Domizil. Am Steinhaus neben der Pestalozzi-Oberschule in Pirna-Copitz haben die Umbauarbeiten begonnen. „Dieser Zeitpunkt wurde lange ersehnt“, sagte OB Klaus-Peter Hanke (parteilos). Denn die bisherige Kindertagesstätte des Vereins Elterninitiative hat es dreimal hart erwischt. Sowohl 2002, 2006 und 2013 überschwemmte die Elbe ihr Haus am Oberen Platz. Der Elternverein gab daraufhin das Gebäude auf. Nun erhalten Kinder und Erzieher bis Herbst einen dauerhaften Standort.

Nach dem letzten Hochwasser zog die „Spieloase“ in den Schülerclub des Pestalozzi-Gymnasium. Das auch als Steinhaus bekannte Objekt war ursprünglich als Interimslösung gedacht. „Die bisherige Notunterkunft ist sehr eng. Für einen dauerhaften Kita-Betrieb wird mehr Platz benötigt“, berichtete Anke Oettmeier, Fachgruppenleiterin Hochbau im Pirnaer Rathaus. An der Südseite des Steinhauses zur Fährstraße hin klafft bereits ein Bauloch für einen Anbau. „Um ein Drittel wird das Bestandsgebäude erweitert“, führte Oettmeier weiter aus. Im Anbau entstehen neben neuen WCs zwei Gruppenräume. Einer dient künftig der Krippenbetreuung. So kann die Zahl der Kinder künftig auf 28 anwachsen. Von ihnen werden 22 den Kindergarten und sechs die Krippe besuchen.

Das bestehende Gebäude wird in Schuss gebracht. Zurzeit sind Bauarbeiter dabei, die alten Asbestplatten vom Dach abzutragen. Neben einer neuen Dachabdeckung bekommt das Haus auch neue Fenster und Türen. Sowohl die Innenwände als auch die Außenwände erhalten einen neuen Anstrich. Zudem stehen Umbauten im Kellergewölbe an, der nach der Sanierung als Lager dienen soll. Zudem entsteht an der Westseite eine Terrasse zum Außenbereich hin. Die Neugestaltung der Außenanlage soll nach der Fertigstellung des Kita-Gebäudes erfolgen. Mit den Arbeiten in und am Haus möchte die Stadtverwaltung im Laufe des kommenden Herbstes fertig werden.

Rund 600000 Euro fließen in die neue Kita für die „Spieloase“. Der Großteil der Bausumme setzt sich aus zahlreichen Spenden zusammen. Zu den Sponsoren gehören unter anderem Pirnas Partnerstadt Reutlingen, die Initiative für Menschen in Not „Arche Nova“ oder der Daimler-Konzern. Den Restbetrag bestreitet die Stadt aus der eigenen Kasse. Während der Bauzeit sind die Kinnings im alten Kindergartengebäude in Graupa untergebracht.

Mit der geplanten Fertigstellung nimmt ein langes Hin und Her sein Ende. Nach der wiederholten Überschwemmung im Juni 2013 durch die Elbefluten stand für den Elternverein fest, dass ein Wiederaufbau des Stamm-Standortes Oberer Platz 12 nicht mehr in Frage kam. Ursprünglich war ein kompletter Neubau an der Prof.-Roßmäßler-Straße geplant. Das Vorhaben scheiterte aber, weil weder Gelder aus dem Fluthilfetopf noch aus anderen Fördermittelprogrammen flossen. Daraufhin entschied man sich vor rund einem Jahr den Interimstandort so zu ertüchtigen, dass ein auf Dauer angelegter Betrieb möglich ist. Das Steinhaus liegt außerhalb der Hochwasserlinie des Jahres 2002. Die künftige Kita „Spieloase“ verspricht somit vor einer erneuten Überflutung sicher zu sein.

Von Silvio Kuhnert

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