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Kita-Gebühren in Radebeul, Coswig und Weinböhla steigen an

Personalkosten treiben Elternbeiträge in die Höhe Kita-Gebühren in Radebeul, Coswig und Weinböhla steigen an

Alle Jahre wieder: Die Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern in Krippe, Kindergarten und Hort steigen. In Weinböhla steigen die Kita-Gebühren bereits zum 1. August an, Radebeul und Coswig ziehen zum 1. September nach.

Radebeul/Coswig/Weinböhla. Alle Jahre wieder: Die Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern in Krippe, Kindergarten und Hort steigen. In Weinböhla steigen die Kita-Gebühren bereits zum 1. August an, Radebeul und Coswig ziehen zum 1. September nach. Grundlage für die Gebühr sind jeweils die Betriebskosten des vergangenen Jahres, die zum Teil von den Eltern bezahlt werden müssen. Das gesetzliche Limit von 30 Prozent der Betriebskosten in Hort und Kindergarten und 23 Prozent in der Krippe nutzen die Kommunen dabei aus. Der Rest wird mit Geldern des Landes und der jeweiligen Gemeinde bezahlt. Coswig zum Beispiel beziffert seine Ausgaben für die insgesamt 1350 Kita-Kinder in der Stadt mit rund 2,7 Millionen Euro im Jahr 2015. In Radebeul beträgt der städtische Zuschuss für die inzwischen 3000 Kinder, die in den 30 Kindertagesstätten der Stadt betreut werden, rund 5,5 Millionen Euro. Das sind rund 28 Prozent aller städtischen Ausgaben im Haushalt.

In Radebeul steigen die Gebühren um 7,75 Euro im Monat in der Krippe auf rund 210,90 Euro für eine Maximalbetreuung mit neun Stunden täglich. Im Kindergarten sind es 6,30 Euro mehr (auf 141,25 Euro für neun Stunden), im Hort fallen die Mehrkosten mit 2,85 Euro (auf 78,30 Euro für sechs Stunden) am geringsten aus. In Coswig steigen die Elternbeiträge dagegen deutlich moderater an, in der Krippe um 2,40 Euro im Monat für den Neun-Stunden-Platz, im Kindergarten um 3,10 Euro (neun Stunden) und im Hort um lediglich 80 Cent für sechs Stunden Betreuung. In Weinböhla sind es 4,39 Euro zusätzlich im Monat für jeden Krippenplatz mit neun Stunden Betreuung, 4,25 Euro mehr im Kindergarten (neun Stunden) und 1,55 Euro mehr für die sechsstündige Betreuung im Hort.

Die Begründung für die Verteuerung fällt in allen drei Kommunen gleich aus. Standen in den letzten Jahren zumeist gestiegenen Energiekosten im Mittelpunkt der Argumentation, scheinen jetzt die Personalkosten als Preistreiber ausgemacht. „Besondere Auswirkungen auf die Kostenentwicklung hatte der gesetzlich anzupassende Betreuungsschlüssel im Bereich der Kindergartenbetreuung und die daraus entstehenden Personalkostenaufwendungen“, heißt es etwa aus dem Coswiger Rathaus. Zum Verständnis: Jeder Kindergärtner musste sich früher rechnerisch um 13 Kinder kümmern, inzwischen ist dieser Betreuungsschlüssel auf 1:12,5 gesunken. Das soll die Bedingungen in den Kitas für Kinder und Erzieher verbessern, führt aber dazu, dass mehr Personal benötigt wird, was sich entsprechend in den Kosten niederschlägt.

Hinzu kommen tarifliche Steigerungen zumindest in den städtischen Kitas, die aber in aller Regel mit etwas Verzögerung auch von freien Trägern übernommen werden, damit diese auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig bleiben können. Coswig zum Beispiel beziffert die Steigerung der Personalkosten mit knapp sechs Prozent. Eine Entwicklung, die laut Radebeuls Sozialamtsleiter Elmar Günther anhalten wird. So soll der Betreuungsschlüssel in den Kindergärten auf 1:12 sinken, der in Krippen von 1:6 auf 1:5. Das bedeutet auch, dass Erzieher weiterhin auf dem regionalen Arbeitsmarkt gefragt bleiben.

In allen drei Kommunen gibt es soziale Rabatte, die die Kita-Gebühren abfedern. Damit sind nicht nur die geringeren Kosten gemeint, die beispielsweise für eine nur sechsstündige Betreuung im Kindergarten anfallen, sondern gestaffelte Gebühren für zweite und dritte Kinder. In Coswig und Weinböhla kann man dritte Kinder gar kostenlos betreuen lassen, wohlgemerkt aber nur so lange, wie die zwei älteren in der jeweiligen Einrichtung, also Krippe, Kindergarten oder Hort, untergebracht sind. In Radebeul wird auch für das dritte Kind eine kleine Gebühr verlangt, ist das vierte dann kostenlos. Außerdem gibt es überall Abschläge für Alleinerziehende.

Von Uwe Hofmann

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