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Kinoproduktion in Lauenstein - Für den Film "12 Theses" wurden am Dienstag erste Szenen gedreht

Kinoproduktion in Lauenstein - Für den Film "12 Theses" wurden am Dienstag erste Szenen gedreht

Der Vogelsaal von Schloss Lauenstein verwandelte sich am Dienstag in einen Empfangsraum der römischen Kurie. Denn der deutsch-schwedische Regisseur Stefan Asang dreht diese Woche im Müglitztal Szenen für einen Kinofilm im Stil von Dan Brown.

"12 Theses" lautet der Arbeitstitel für das internationale Projekt. Für die Hauptrollen konnte Stefan Asang zwei renommierte Schauspieler verpflichten: Michael Greiling, bekannt aus Serien wie "Sommer und Bolten" oder "Klinik unter Palmen" sowie Ulas Kilic, der schon bei "Sex and the City" und "Emergency Room" mitspielte. Auf Schloss Lauenstein drehte die Filmcrew eine der Schlüsselszenen. Bruder Benedict (Ulas Kilic) bespricht mit seinem Abt (Michael Greiling) und seinem Kardinal, wie er das Böse stoppen kann, nachdem man ihn auf eine mörderische Reise geschickt hatte. Er soll töten im Auftrag der Kirche. Denn ein mächtiges Geheimnis des Vatikans, nämlich das Jesus nicht gekreuzigt wurde, sondern verheiratet war, Kinder hatte und letztlich als "ganz normaler Mensch" gestorben ist, droht aufzufliegen. In "12 Theses" bringt ein Boulevardmagazin die Story über die Jesus-Lüge auf der Titelseite. Kurze Zeit später ist der Verleger tot...

"Wir erzählen einen sehr mystischen Thriller rund um die Legende vom Heiligen Gral und die Lanze des Longinus", sagt Regisseur Stefan Asang. "Der sprichwörtliche Speer des Schicksals, der bislang nicht gefunden wurde, soll ja angeblich mit dem Heiligen Blut Christi getränkt sein."

Die Produktionsfirma "Mampro" steht hinter dem Film. Gedreht wird auf englisch, da der Streifen weltweit in die Kinos kommen soll. Für die deutsche Fassung synchronisieren sich Michael Greiling und Ulas Kilic später selbst. Bereits am Montag hat die Filmcrew unweit des "Raupennestes" bei Altenberg eine spektakuläre Kamerafahrt per Drohne eingefangen. Dafür hat die Polizei die Rehefelder Straße zwischenzeitig abgesperrt. Weitere Einstellungen sollen auch in Berlin und Brandenburg entstehen. Die Geschichte des Films spielt allerdings weder dort noch im Müglitztal, sondern in der Schweiz, in Italien und Spanien.

Bis Ende des Jahres will Stefan Asang alle 108 Szenen im Kasten haben. Dann plant er noch einmal drei bis vier Monate für die in diesem Fall recht aufwendige digitale Nachbearbeitung am Computer. Der Vogelsaal von Schloss Lauenstein wird für Ortskundige im Film zwar als solcher erkennbar bleiben, durch die Fenster sehen die Zuschauer dann allerdings die Ewige Stadt Rom. "Wir fügen da einfach passgenau Bilder vom Petersplatz ein, denn im Apostolischen Palast empfängt der Kardinal den Abt und Bruder Benedict", betont der Regisseur. Ganz genauso will Stefan Asang mit anderen Perspektiven auf Schloss Lauenstein verfahren und dann das wildromantische Aostatal hineinprojizieren.

Für das ausgesprochen ambitionierte Filmprojekt, das darüber hinaus mit einem sehr kleinen Budget auskommen muss, hat sich die Produktionsfirma auch Menschen aus Geising und Umgebung als Statisten mit ins Boot geholt. Der freie Architekt Frank Legler stand beispielsweise gestern als Kardinal vor der Kamera. Schauspieler Michael Greiling gefiel dieser fast schon private Charakter der Dreharbeiten sehr gut. "Der Reiz ist, dass man hier nicht so sehr von den Fernsehgesetzen und Sendern beherrscht wird, sondern Stefan einfach einen ganz tollen Film machen will."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.08.2014

Christoph Stephan

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