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Kinderarche sucht besonders kinderfreundliche Sachsen

Oskar-Auftakt in Radebeul mit Mattenfeger Kinderarche sucht besonders kinderfreundliche Sachsen

Die Kinderarche, ein in Radebeul sitzender Verein mit 450 Mitarbeitern, die etwa 1500 Kinder und Jugendliche betreuen, sucht bis zum 20. September Anwärter für den „Oskar der Kinderarche“. Mit der Auszeichnung werden bereits zum 5. Mal besonders kinderfreundliche Sachsen geehrt.

Judo-Unterricht mit René Liesebach vom Judoverband Sachsen.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. „Man sieht die Kinder heranwachsen, man sieht ihre Erfolge“, begründet Willi Höher mit knappen Worten, warum er seit 52 Jahren Kindern und Jugendlichen ehrenamtlich Judo-Unterricht gibt. Im vor 42 Jahren mit einem Mitstreiter in Coswig gegründeten Judoverein trainiere der 69-Jährige inzwischen nicht selten die Kinder ehemaliger Schüler. Für so viel Engagement für die Kleinen gab es für ihn im November 2014 den Oskar der Kinderarche Sachsen.

Für die Auszeichnung, mit der besonders kinderfreundliche Sachsen geehrt werden, sucht die Kinderarche, ein in Radebeul sitzender Verein mit 450 Mitarbeitern, die etwa 1500 Kinder und Jugendliche betreuen, ab sofort bis zum 20. September neue Preisträger. Vorschläge können über die Internetseite www.oskar.jetzt oder per Postweg an Kinderarche Sachsen, Augustusweg 62, 01445 Radebeul, gemacht werden.

„Eigentlich war die Preisverleihung ja nur einmalig zum 20-jährigen Bestehen der Kinderarche gedacht“, sagt der Vorstandsvorsitzende Matthias Lang. Nachdem die Würdigung von 21 Sachsen solch ein Erfolg war, beschloss man jedoch, aus der Aktion eine regelmäßige Einrichtung zu machen. So kommt es, dass der Preis nun selbst ein kleines Jubiläum feiert, er wird zum fünften Mal vergeben.

Unter allen Vorschlägen wählt eine Jury drei Preisträger und nach der Premiere im vergangenen Jahr auch einen besonders kinderfreundlichen Verein aus. Im Gremium ist neben Vertretern der Diakonie Sachsen, der Evangelischen Hochschule und der Sparkassenversicherung sowie MDR-Moderatorin Ines Meinhardt auch ein Kinderarche-Kind vertreten. Der 16-Jährige Leon, der seit drei Jahren in der Radebeuler Wohngruppe Weinberghaus lebt, formuliert seine Anforderungen an Preisträger so: „Kinderfreundlich sind Menschen, die mit Kindern gut umgehen können, sich Zeit nehmen, mit ihnen zu spielen und zu sprechen.“ Nominierte müssten nicht „etwas Großes“ tun, um in die Auswahl zu kommen, pflichtet ihn Kinderarche-Chef Lang bei. „Es geht um die vielen kleinen Dinge, die man nach der Arbeit tut“, sagt er.

Wer diese Kriterien erfüllt, darüber kann ab dem 26. Oktober dann auch die Allgemeinheit befinden. Sie bestimmt bei einer bis 7. Oktober laufenden Wahl im Internet den Preisträger des Publikums-Oskars. Alle Preise werden am 21. Oktober auf dem Theaterkahn Dresden in feierlicher Runde von Kabarettist Uwe Steimle überreicht. Das ist im übrigen auch der Grund dafür, warum die diesjährige Kampagne zum Kinderarche-Oskar sächsisch-prosaisch daherkommt, so wie es zu „Ostalgie“-Erfinder Steimle passt. „Osgorfordächdsch?“ wird dabei gefragt.

Zum Auftakt der Aktion am Sonnabend am Augustusweg in Radebeul ging es weniger glitzernd zu, wie es bei der unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) stehenden Preisvergabe sein wird. Etwa 40 Kinder aus Kinderarche-Wohngruppen in Radebeul, der Gegend um Kamenz und dem Erzgebirge ließen sich in der Turnhalle der Grundschule Oberlößnitz auf die Matte legen. Dort hatten ihnen Willi Höher und René Liesebach vom Judo-Verband Sachsen eine Probestunde im Sport geschenkt. Auch ein Beispiel für eine so eine freundliche Gabe, die von den Kindern und Jugendlichen augenscheinlich mit großer Freude angenommen wurde.

Von Uwe Hofmann

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