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Kinderarche soll Kita Riesestraße übernehmen

Kinderarche soll Kita Riesestraße übernehmen

Die Kindertagesstätte Riesestraße bekommt einen neuen Träger. Stimmen die Stadträte auf ihrer heutigen Sitzung zu, wird die Kita ab dem nächsten Jahr von der Kinderarche Sachsen betrieben, die schon Träger von drei anderen Kitas in Radebeul ist.

Damit können vor allem die Eltern der 82 dort untergebrachten Kinder aufatmen. Sie fürchteten nach der Kündigung des derzeitigen Betreibers, dem Verein "Diakonisches Werk - Stadtmission Dresden", um die Zukunft der Einrichtung (DNN berichteten). "Wichtig ist, dass mit der Kinderarche ein Träger gefunden wurde, der das christliche Betreuungskonzept beibehält", sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Es dürfte sich also nach dem Übergang der Kita zur Kinderarche, die derzeit schon für die Speisung der Krippen- und Kindergartenkinder an der Riesestraße sorgt, wenig am Alltag in der Betreuungseinrichtung ändern.

Das gilt allerdings nicht für die Haushaltsplanung Radebeuls, denn mit der Kita-Übernahme kommen unvorhergesehene Ausgaben auf die Stadtkasse zu. Auf rund 655 000 Euro werden die Kosten für eine Sanierung geschätzt. "Etwa die Hälfte davon sind Kosten für eine akute Sanierung", sagt OB Wendsche. Bedeutet: Die Kinderarche wird relativ zügig Sanierungspläne vorlegen und städtische Anteile einfordern.

Diese anstehenden Baumaßnahmen waren auch der Grund für die Kündigung des bisherigen Trägers. In Radebeul ist es bei Kita-Sanierungen üblich, dass der Träger ein Viertel der Kosten als Eigenmittel aufbringt. Diesen Betrag wollte die Stadtmission Dresden herunterhandeln, weil sie keine Chance sah, ihn aus den Kita-Beiträgen zu erwirtschaften. "Wenn wir diese Ausnahme einmal zulassen, werden sie auch andere verlangen", begründet Wendsche, warum die Stadt sich auf derartige Verhandlungen nicht einließ.

Als die Stadtmission daraufhin die Kündigung anbot, habe man angenommen. "Selbst wenn der Trägerübergang nicht klappen sollte, würde die Kita ja nicht geschlossen", begründet Wendsche, warum er das damit verbundene Risiko für kalkulierbar hielt. Schließlich hätte in einem solchen Fall die Stadt als Träger in die Bresche springen müssen. Da man die Kita-Struktur erhalten wollte, habe man aber lieber einen freien Träger gesucht, sagt der OB.

Noch ist offen, wann und wie viel Geld Radebeul für die Kita-Sanierung bezahlen muss. Das hängt auch von den Fördermitteln ab, die man eventuell einwerben kann. In jedem Fall werden sich die Bedingungen in der in die Jahre gekommenen Stadtvilla in absehbarer Zeit ändern. "Es ist schade, dass die Stadtmission Dresden sie nicht schon in den 90er Jahren saniert hat, als es dafür noch höhere Fördersätze gab", sagt OB Wendsche. Gleich bleiben wird der Betriebszuschuss, den die Stadt an den Träger der Kita zahlt. Er beträgt im Jahr rund 330 000 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.10.2014

Uwe Hofmann

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