Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Kein zentrales Heim in Pirna - 237 Asylbewerber leben in Wohnungen

Kein zentrales Heim in Pirna - 237 Asylbewerber leben in Wohnungen

Eine zentrale Unterkunft wird es in Pirna nicht geben. Asylbewerber und Flüchtlinge kommen auch künftig in Wohnungen und Wohngemeinschaften unter. "Wir haben in den vergangenen Jahren konsequent auf dezentrale Unterbringung gesetzt", sagt OB Klaus-Peter Hanke (parteilos).

Voriger Artikel
Unter dem Strich gemischte Gefühle - Radebeul stellt Eröffnungsbilanz über 174,2 Millionen Euro für Besitz auf
Nächster Artikel
Wolkenloser Himmel ermöglicht freien Blick auf Sonnenfinsternis

Klaus-Peter Hanke

Quelle: Archiv

Für ihn ist dies ein wesentlicher Grund, warum "es in Pirna sehr ruhig zugeht", ohne Proteste oder Demos. "Auch 2015 werden wir unserer Verpflichtung nachkommen", kündigt das Stadtoberhaupt an.

Zurzeit leben 237 Asylsuchende in der Sandstein-Stadt. Sie stammen aus 23 Nationen, wie z.B. Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien, und leben auf dem Sonnenstein, in der Innenstadt, in Copitz sowie in den ländlichen Ortsteilen Pratzschwitz, Neundorf und Rottwerndorf. Unter den Flüchtlingen sind 30 Familien. In diesem Jahr kommen weitere 44 Asylsuchende hinzu.

"Der größte Unterstützer ist unsere städtische Wohnungsgesellschaft", sagt Hanke. Für WGP-Chef Jürgen Scheible ist dies "ein relativ normaler Vorgang", der seit Jahren praktiziert wird. "Wir haben leerstehenden Wohnraum", so der Geschäftsführer des kommunalen Tochterunternehmens. In 50 Wohnungen sind zurzeit Asylsuchende untergebracht. Bis Juli wird die Zahl auf 63 steigen. Damit ist das verfügbare Angebot an bezahlbarem Wohnraum im Bestand der WGP nicht erschöpft. "Asylbewerber nehmen niemanden eine Wohnung weg", betont Scheible und widerlegt damit anderslautende Gerüchte und haltlose Stimmungsmache gegen Flüchtlinge.

Auch private Vermieter haben sich bereits beim Landratsamt Pirna gemeldet. Die Verwaltung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist für die Unterbringung von Asylbewerbern zuständig. Und neben den zentralen Unterkünften in Schmiedeberg und Langburkersdorf sowie dem in Freital kürzlich in Anspruch genommenen Hotel "Leonardo" setzt das Landratsamt auf die dezentrale Lösung. "Wir favorisieren sie weiter", teilt Kati Hille (CDU), Beigeordnete für Verwaltung und Ordnung, mit. Allerdings stehen derzeit nicht genügend Wohnungen zur Verfügung. Deshalb musste der Landkreis auf das Freitaler Hotel zurückgreifen. 1026 Asylsuchende leben derzeit im Kreisgebiet. Bis Ende des Jahres werden es voraussichtlich 2000 sein. "Wenn wir nicht genügend Wohnungen finden, müssen wir weitere zentrale Gemeinschaftsunterkünfte schaffen", so Hille. Gerüchten, dass Heime im ehemaligen Krankenhaus oder in den Roten Kasernen entstehen sollen, erteilt sie eine klare Absage: "Diese Liegenschaften kommen nicht in Frage."

OB Hanke appelliert an seine Kollegen im Kreisgebiet, ihren Verpflichtungen, geeigneten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, nachzukommen. Die dezentrale Variante sei die in der Bevölkerung die akzeptierteste Form der Unterbringung. "Für diese menschenwürdige Form der Unterbringung müssen aber alle Kommunen an einem Strang ziehen", so Hanke.

www.landratsamt-pirna.de/asyl.html

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.03.2015

Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr