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Kein Großmarkt auf dem Areal von Glasinvest in Radebeul

Kein Großmarkt auf dem Areal von Glasinvest in Radebeul

Auf Nummer sicher gehen wollen die Fraktionen der CDU und der FDP im Radebeuler Stadtrat. In einem Antrag, der den Stadträten im Oktober vorgelegt werden soll, geht es darum, wie das Glasinvest-Areal nach dem für 2013 geplanten Abriss der dortigen Hochhaus-Ruine gestaltetet werden soll.

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Radebeul. Von Stephan Klingbeil

Radebeul. Auf Nummer sicher gehen wollen die Fraktionen der CDU und der FDP im Radebeuler Stadtrat. In einem Antrag, der den Stadträten im Oktober vorgelegt werden soll, geht es darum, wie das Glasinvest-Areal nach dem für 2013 geplanten Abriss der dortigen Hochhaus-Ruine gestaltetet werden soll. CDU und FDP wollen garantiert wissen, dass man dort künftig keinen großflächigen Lebensmittelmarkt baut.

Dafür gebe es keinen Bedarf, verweisen die Fraktionen auf einen Stadtratsbeschluss von 2010. Darin legte man sich fest, dass ein Einkaufsmarkt in der Größe von mehr als 800 Quadratmetern in Radebeul-Ost an der Sidonienstraße/Ecke Hauptstraße gebaut werden soll, nicht aber an jenem Standort nördlich der Meißner Straße. An der Hauptverkehrsader gebe es eine Häufung von Lebensmittelmärkten.

Ziel ist vielmehr, nach dem Abriss auf dem Glasinvest-Areal ergänzend kleinere Geschäfte zu konzentrieren, die das Angebot im Stadtteilzentrum Ost abrunden. Man solle die Ziele des entsprechenden Aufstellungsbeschlusses für einen Bebauungsplan konsequent verfolgen, um "Fehlentwicklungen bei Ausweisung und Genehmigung von Einzelhandelsflächen zu vermeiden". Die "erfreulichen Entwicklungen" am neuen Bahnhofsareal Ost sollen nicht konterkariert werden. Dort scheiterten schon mehrere Investoren. Die Stadt baut zusammen mit den Privatinvestor Christoph Dross an einem schmucken Stadtteilzentrum mit Kulturbahnhof, großem Einkaufsmarkt, Praxen, Läden, Wohnungen und rund 200 Parkpätzen. Das Zentrum sei im März 2013 fertig.

Dross hat mehrere Millionen Euro investiert. Er hält den Antrag von CDU und FDP für sinnvoll. Auf dem Glasinvest-Areal soll es "keine Hintertür geben", die es nachträglich möglich mache, dort ein breiteres Sortiment anzubieten. Für zwei große Einkaufsmärkte sei kein Platz. Der neue Netto-Markt, der in der Dichtersiedlung an der Waldstraße gebaut wird und vom Stadtrat abgenickt worden war, sei aber keine Konkurrenz.

Doch wenn alles schon vom Stadtrat beschlossen war, wieso dieser neue Antrag? "Das hat eher Signalcharakter", sagt Ulrich Reusch, CDU-Fraktionschef. Der Verwaltung solle "klar gezeigt werden", wie der Stadtrat dazu steht, wenn es womöglich bei zukünftigen Genehmigungen bei Glasinvest um Ermessensspielräume gehe. Dort wird dies Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) zufolge begrüßt.

Bei den Eigentümern von der TLG Immobilien GmbH wartet man indes auf den Bebauungsplan für das Glasinvest-Areal. Man will bauen, das Hochhaus erst nach dem Beschluss abreißen. Bis zum Frühjahr sollte das passieren. Ab Herbst 2013 könne gebaut werden. Ein Gebäude mit drei Etagen ist geplant. Unten sollen der bis zu 800 Quadratmeter große Markt und Läden einquartiert werden, oben würden Büros eingerichtet. "Stellt sich aber heraus, dass es dafür keinen Bedarf gibt, könnten wir stattdessen Wohnraum anbieten", zeigt sich Klaus-Dieter Schwensen, Leiter der TLG-Niederlassung Süd in Dresden, flexibel.

Sorge ist nicht unbegründet

Unter allen Umständen soll ein zweiter großer Einkaufsmarkt im Stadtzentrum Ost verhindert werden. Ein solcher könnte, wenn er überhaupt im Nachfolgebau der Glasinvest-Ruine eingerichtet würde, die positiven Entwicklungen am neuen Bahnhofsareal mit seinem Großmarkt konterkarieren. Diese Sorge scheint bei einigen Radebeulern groß zu sein. Warum eigentlich? Es gibt bereits Beschlüsse, die so einen zweiten Markt deutlich ausschließen. Doch es soll alles wasserdicht sein. Zu lange hat Radebeul um sein neues Zentrum Ost gerungen. Das Erreichte soll nicht riskiert werden. Dass man das unterstreichen will, ist vernünftig. Wichtig ist aber, dass man endlich klärt, wie das Glasinvest-Areal künftig tatsächlich gestaltet wird.

radebeul@dnn.de

Von Stephan Klingbeil

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.09.2012

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