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Kein Asyl am Prasseweg in Neusörnewitz

Geplante Großunterkunft öffnet nicht Kein Asyl am Prasseweg in Neusörnewitz

Es ist die wichtigste Neuigkeit, die Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) bei der Einwohnerversammlung in der Börse Coswig zu verkünden hatte: Im seit Jahren leerstehenden Bürogebäude am Prasseweg 9 in Neusörnewitz werde „nie ein Asylbewerber einziehen“, sagte der OB.

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Wie überall in Sachsen sind auch im Landkreis die Zahlen ankommender Asylbewerber drastisch gesunken.

Quelle: Archiv

Coswig. Es ist die wichtigste Neuigkeit, die Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) bei der Einwohnerversammlung in der Börse Coswig zu verkünden hatte: Im seit Jahren leerstehenden Bürogebäude am Prasseweg 9 in Neusörnewitz werde „nie ein Asylbewerber einziehen“, sagte der OB. Das „Objekt, das sehr viel Unruhe gestiftet hat“, wurde eigentlich vom Landkreis Meißen für zehn Jahre angemietet, um dort Asylbewerber unterzubringen. Für 25 500 Euro Kaltmiete im Monat. Kritik gab es daran vor allem, weil Coswig seine Asylbewerber lieber dezentral in Wohnungen allen voran im Wohngebiet Dresdner Straße unterbringt und große Gemeinschaftsunterkünfte ablehnt.

Etwa 200 Asylbewerber leben derzeit laut Oberbürgermeister Neupold in Coswig, im neuen Heim am Prasseweg, das inmitten von Feldern abseits bebauter Gebiete liegt, sollten eigentlich 250 Plätze entstehen. Die man ja nicht wirklich brauche, wie der OB schon seit Längerem argumentiert. Seine Verwaltung richtet den Fokus bereits mehr auf die Integration derer, die einen anerkannten Asylstatus haben. Derzeit seien 15 Wohnungen mit Menschen belegt, die Asyl erhalten haben. Der Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) sei kein Problem, das Finden geeigneter Arbeitsplätze dagegen sehr.

Beim Landratsamt, das für die Unterbringung von Asylbewerbern verantwortlich ist, hält man sich in Sachen Prasseweg bedeckt. Hatte es zuvor lange geheißen, dass das Heim Ende 2016 bezogen werden solle, will man sein Schicksal nun nicht mehr kommentieren. Das deutet darauf hin, dass im Hintergrund Gespräche mit dem Eigentümer laufen. Ob der sich aus einem sehr lukrativen Mietvertrag herausreden lässt, steht freilich auf einem anderen Blatt. „Es wird um alternative Belegungen gerungen, ansonsten steht das Gebäude halt eben leer“, meint OB Neupold dazu. Der Landkreis hat sich in der Vergangenheit eigentlich auf zumeist brachliegende Gebäude in seinem Besitz konzentriert und diese zu Heimen umfunktioniert. Deswegen gibt es im Vergleich zu Kommunen wie Dresden nur sehr wenige Mietobjekte für Asylbewerberheime.

Wie überall in Sachsen sind auch im Landkreis die Zahlen ankommender Asylbewerber drastisch gesunken. Waren es vor einem Jahr noch 185 Menschen in der Woche, seien es derzeit noch etwa 50 im Monat, heißt es dazu auf Nachfrage aus dem Landratsamt. Vor diesem Hintergrund scheint es nachvollziehbar, dass man von der Einrichtung einer neuen Großunterkunft absehen will. Pläne, das Weinböhlaer Heim an der Grenzstraße um 160 Plätze aufzustocken, sind dagegen nicht vom Tisch, auch nicht der Wiederaufbau des Radebeuler Heims.

Von Uwe Hofmann

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