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Kastanien müssen "Spatzenhof" weichen

Kastanien müssen "Spatzenhof" weichen

An zwei alten Kastanienbäumen soll das Projekt "Spatzenhof" nicht scheitern: Am Mittwochabend hat der Radeberger Stadtrat den Bebauungsplan für den Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudes im Gewerbegebiet Pillnitzer Straße Ost geändert.

Das einstige Wirtschaftsgebäude steht auf den Gelände des Storchennestes. Der Taubblindendienst will das Haus zu einem Gemeinschaftsgebäude umbauen, in dem die am benachbarten Dammweg wohnenden Taubblinden betreut und beschäftigt werden können (DNN berichteten). Außerdem ist der Anbau eines Küchentraktes vorgesehen, weil die derzeitige Küche des Taubblindenheimes zu klein ist.

Insgesamt wird der Bau voraussichtlich über 1,1 Million Euro kosten. Unterstützt wird er nicht nur von der Diakonie, von der "Aktion Mensch" und dem Landkreis Bautzen. Auch das Land Sachsen beteiligt sich daran maßgeblich. So gibt es seit Dezember vergangenen Jahres eine Förderzusage des Freistaates über fast 512 000 Euro. "Aber reichlich 300 000 Euro müssen wir selber aufbringen", hatte Gerold Augart, der Verwaltungsleiter des Taubblindenheimes, schon damals erklärt.

Ursprünglich sollte der Bau bereits im April dieses Jahres beginnen. Da stellte sich jedoch heraus, dass dem Küchentrakt zwei alte Bäume im Wege stehen. Einer dieser Bäume wurde von der Naturschutzbehörde als höhlenreich und damit als wertvoll eingestuft. Damit er trotzdem fallen kann, wurde zum Ausgleich eine Neupflanzung von sechs Linden entlang der Agathe-Zeiss-Straße festgelegt. Außerdem wurde der Taubblindendienst beauflagt, auf seinem Grundstück zwei Nistkästen und an der künftigen Begegnungsstätte zwei sogenannte Fledermaussteine anzubringen.

Nachdem sich bereits der Technische Ausschuss für die jetzige Planänderung ausgesprochen hatte, stimmte ihr nun auch der Stadtrat einstimmig zu. Für Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD) ist das nicht verwunderlich. "Schließlich sind wir sehr froh, dass die Bedingungen für die taubblinden Menschen verbessert werden", betonte er vor dem Stadtrat.

Übrigens haben Interessierte an diesem Sonntag die Möglichkeit, sich vor Ort über die derzeitigen Gegebenhei- ten zu informieren. Der Taubblindendienst lädt am 2. September von 10.30 bis 18 Uhr zu seinem traditionellen Gartenfest im "Botanischen Blindengarten" ein. Der wahrscheinlich prominenteste Gast wird Georg Milbradt (CDU) sein, der im "Storchennest" als amtierender Grünkohlkönig um 16.30 Uhr einen Vortrag über den Grünkohl hält. Vor allem aber will der Taubblindendienst seine Arbeit und Deutschlands einzigen "Botanischen Blindengarten" vorstellen. Bernd Lichtenberger

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.09.2012

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