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Karl May soll in die erste Reihe

Rahmenplan in Radebeul: Karl May soll in die erste Reihe

"Wir sollten nicht lange warten, wenn es noch fünf, zehn Jahre so weiter geht, steht das Museum vor dem Ende", zeichnet FDP-Stadtrat Jan Mücke dem Karl-May-Museum eine dunkle Zukunft vor.

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Die Tankstelle an der Meißner Straße soll einem Karl-May-Platz weichen, von dem aus Besucher ins neue Empfangsgebäude gelangen könnten.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Geht es nach ihm, wird der sogenannte städtebauliche Rahmenplan, den der Stadtrat jüngst beschloss, besser heute als morgen in die Tat umgesetzt. Dabei geht es im wesentlichen um eine Konzeption, wie der lange angekündigte Umbau des Museums in die städtebauliche Entwicklung des gesamten Areals eingebettet werden kann. Entsprechend findet sich das bereits im vergangenen Jahr bekannt gemachte Vorhaben, ein neues Ausstellungs- und Empfangsgebäude an der Meißner Straße zu errichten, die Indianer-Ausstellung darin neu zu konzipieren und die Villa Bärenfett von Anbauten zu befreien, in den Plänen als zentrales Element wieder.

Die Stadt konzentriert sich mit ihren Maßnahmen, die wie die Umbauten im Museum selbst aus Städtebaumitteln finanziert werden sollen, auf den Karl-May-Hain und die Kreuzung der Schildenstraße mit der Meißner Straße. An dieser soll die Tankstelle abgerissen werden. Man befinde sich dazu in Verhandlungen mit dem Betreiber, sagt Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) dazu knapp. Die Zapfsäulen sollen für einen Platz weichen, der das neue Empfangsgebäude, das sonst hinter der Tankstelle verschwände, zur Geltung kommen lassen soll. Arbeitstitel: Karl-May-Platz. Gelingt der Plan, wäre das Museum das erste Mal deutlich im Stadtbild wahrnehmbar, was bei der touristischen Vermarktung Punkte bringen soll. Der jetzige Haupteingang des Museums an der Karl-May-Straße würde dann zu einer Art Hintereingang, der allerdings auch aufgewertet werden soll. Dazu will die Stadt ein bereits gekauftes Gartengrundstück an der Schildenstraße mit dem Karl-May-Hain verbinden und beide zu einer Grünanlage verschmelzen, die vom S-Bahn-Halt in Radebeul-Ost kommende Besucher durchs Grüne zum Museum führt. Im ehemaligen Garten soll dabei ein Indianerspielplatz entstehen, der allen offen steht. Der Karl-May-Hain soll umgestaltet werden und auch einige der nordamerikanischen Pflanzen aufnehmen, die auf dem Museumsgelände keinen Platz mehr finden.

Der Rahmenplan umfasst noch weitere Einzelprojekte, die allerdings nicht alle die gleiche Chance auf Verwirklichung haben, wie OB Bert Wendsche (parteilos) erläutert. So ist der Plan, einen neuen Halt der Lößnitzgrundbahn für das Museum an der Neubrunnstraße einzurichten noch Gegenstand von Verhandlungen. Im Museum hat man sich sogar Gedanken gemacht, wie Wild-West-Fans von dort aus stilecht bis zum Museum gebracht werden könnten, nämlich mit einer Kutsche, die wenigstens zu besonderen Anlässen zwischen Bahnhof und Museumspforte pendeln könnte. Drängender ist allerdings die Frage nach Stellplätzen. Gespräche gibt es zu einer Fläche an der Neubrunnstraße südlich der Bahnlinie. An der Schuhmannstraße stehen weitere Grundstücke in der Diskussion, entschieden ist dazu aber noch nichts. Beabsichtigt ist zudem eine engere Zusammenarbeit mit dem DDR-Museum "Zeitreise", das fast ein Nachbar des Karl-May-Museums ist, und mit der Lutherkirche, die als Trauungsort des Ehepaars May aus Museumssicht ein Gedächtnisort ist.

uwe hofmann

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