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Karl May ist noch immer Medienstar - Interesse am Autor ungebrochen

Karl May ist noch immer Medienstar - Interesse am Autor ungebrochen

Auch 100 Jahre nach seinem Tod ist der Erfinder von Old Shatterhand und Winnetou ein Medienstar. „Wir hätten selbst nicht gedacht, dass Karl May (1842-1912) noch so viel Aufmerksamkeit findet“, sagte der Sprecher des Karl-May-Museums in Radebeul bei Dresden, André Köhler, der Nachrichtenagentur dpa.

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Undatierte Aufnahme des vielgelesenen deutschen Autors Karl May.

Quelle: dpa

Das Medienecho zum Jubiläum sei enorm gewesen. Sogar das Magazin „The New Yorker“ habe über „Wild West Germany“ berichtet.

Das Radebeuler Museum rechnet in diesem Jahr mit einem Besucherplus von etwa fünf Prozent. 2011 kamen 56.000 Gäste in die „Villa Shatterhand“, dem ehemalige Wohnhaus des Autors. Das Jubiläum klingt am 9. Dezember mit einem Adventsfeuer am Kamin der „Villa Bärenfett“, einer Blockhütte im Garten, aus. Zu einer Kranzniederlegung zum Todestag des Dichters hatten sich am 30. März rund 250 Menschen an dessen Grab auf dem Friedhof in Radebeul zusammengedrängt. Einige der zum Teil weit gereisten Karl May-Fans waren in Wild-West-Kleidung oder historischen Trachten erschienen. Zu den Radebeuler Höhepunkten des Jahres zählten die alljährlichen Karl-May-Festtage mit rund 30.000 Gästen im Lößnitzgrund.

Im Karl-May-Hauses in Hohenstein Ernstthal, wo der Dichter am 25. Februar 1842 zur Welt gekommen war, wurde hingegen vor allem an dessen 170. Geburtstag erinnert. Die Sonderausstellung „Karl May lebt“ zeigte neue Forschungsergebnisse zum Leben und Werk des Autors. Das Jubiläum war laut Museumschef André Neubert „eines erfolgreichsten Jahre“. Es seien deutlich mehr Besucher gekommen als in den Vorjahren, der Umsatz im Museumsshop sei nach oben gegangen.

Eine Ausstellung im Zwickauer Robert-Schumann-Haus hatte zu Jahresbeginn auf die weniger ehrenhaften Seiten des Dichters verwiesen, der als überführter Betrüger von 1865 bis 1868 ein Haftstrafe in der damaligen Arbeitsanstalt Schloss Osterstein verbüßte. Den Ausstellungsmachern ging es aber auch um die musischen Talente Karl Mays. Bei einem Chorkonzert erklang ein von ihm komponiertes Ave Maria, das in dessen Dichtung am Grab von Winnetou gesungen wird. „Die Ausstellung ist viel beachtet worden“, sagte Museumschef Thomas Synofzik.

Auf der Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz hatte im Juni das Karl-May-Abenteuer „Old Surehand“ der Landesbühnen Sachsen mit viel Action und Feuerwerk Premiere. Rund 14.500 Schaulustigen sahen die 21 Aufführungen. „Die Landesbühnen, die ihren Stammsitz in Radebeul haben, fühlen sich Karl May verpflichtet“, sagte die Sprecherin des Theater, Petra Grubitzsch. Seit 1984 bringen sie in nahezu jährlicher Folge Karl-May-Stücke auf die Felsenbühne.

Einige Nummern kleiner ging es auf der Freilichtbühne in Bischofswerda zu - bei den laut Veranstalter „Deutschlands kleinsten Karl-May-Spielen mit den jüngsten Schauspielern“. Rund 70 Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 18 Jahren spielen dort seit 20 Jahren Karl-May-Stücke. Rund ein halbes Jahr wird geübt. Im vergangenen Sommer stand „Winntou I“ auf dem Programm. Die beiden Helden des Stücks, Old Shatterhand und Winnetou, zählten mal gerade 12 Lenze. Die rund 9.200 Zuschauer, die zu den 20 Aufführungen kamen, seien Rekord gewesen, sagte der Chef der Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“, Uwe Hänchen. Im nächsten Jahr wird der „Ölprinz“ gegeben. Die Rollen sind vergeben, die Proben beginnen im Januar.

dpa

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