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Karl-May-Festtage: Echte Indianer tanzen im Lößnitzgrund

Karl-May-Festtage: Echte Indianer tanzen im Lößnitzgrund

Unter dem Motto „Blutsbrüder“ haben gestern Abend die 22. Karl-May-Festtage in Radebeul begonnen. Bei dem dreitägigen Spektakel im Lößnitzgrund gibt es bis morgen zahlreiche Angebote, die wieder die Herzen von Wild-West-Fans höher schlagen lassen.

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Quelle: Stephan Klingbeil

Zu den Höhepunkten gehören die indianischen Filmnächte am Freitag- und Samstagabend am Hohen Stein sowie die Sternreiterparade am Sonntagvormittag. Bis kurz vor Beginn dieser erstmals in Europa stattfindenden Filmnächte haben Helfer dafür gesorgt, den durchnässten sandigen Boden am Hohen Stein kinotauglich zu machen.

Auf mehr als 30.000 Besucher haben die Organisatoren für dieses Jahr spekuliert. Macht ihnen das triste Wetter nun einen Strich durch die Rechnung? „Am Freitagvormittag sah es zumindest so aus“, verweist Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) auf den starken Regen. „Doch nach dem Auftakt ist das Wetter ja zum Glück besser geworden.“

Zum Start der Karl-May-Festtage in der Radebeuler Westernstadt „Little Tombstone“ begrüßte Indianerhäuptling Ray Halbritter die vielen Besucher bei der traditionellen und kostenfreien Countrynacht. Echte Indianer zeigten dort Stammestänze, etwa zu Ehren der Frauen und auch der Fische. An den Landesbühnen Sachsen in der Nähe des Festgeländes erinnerten außerdem Schauspieler, Tänzer und Studierende mit dem Programm „Karl May total“ an den weltberühmten Autor aus Radebeul.

Halbritter ist Chief der Oneida Nation aus dem US-Staat New York. Radebeul hatte ihn nach einem Besuch im vorigen Herbst als Schirmherr für die Festtage gewinnen können. Die Stadt möchte künftig bei den Karl-May-Festtagen mehr zeigen, wie Indianer in der Gegenwart leben. Die Oneida, die ein eigenes Filmstudio betreiben, wollen bei den Filmnächten in Radebeul auf Kultur, Traditionen und ihren Alltag hinweisen. Wirtschaftliches Interesse haben sie aber auch. Sie möchten ihre Filme verstärkt in Europa präsentieren.

Spuren hinterlassen haben die Oneida jedenfalls schon. Gegenüber vom Karl-May-Museum pflanzten sie gestern eine Weymouth-Kiefer. Dieser Baum ist dem Stamm aus der Irokesenliga heilig. „Er vermittelt die Botschaft, dass alle Völker friedlich zusammenleben können“, erklärt Halbritter. Mit seinem Tross aus 16 Oneida-Indianern verweilt er seit Mittwoch in Radebeul. Am Montag wollen sie die Heimreise antreten. Bis dahin ist aber noch genug Zeit, um im Lößnitzgrund zu tanzen und zu feiern.

Stephan Klingbeil

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