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Kampf um Klinikgehälter in der Sächsischen Schweiz

Kampf um Klinikgehälter in der Sächsischen Schweiz

Krankenhäuser haben in den vergangenen Wochen immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Laut dem Deutschen Krankenhausinstitut schreiben immer mehr Kliniken rote Zahlen, mittlerweile liege der Anteil bei 51 Prozent.

Innerhalb dieser Diskussion spielen stets die Gehälter der Mediziner und Pfleger eine Rolle. Diese sind laut Gewerkschaft "Verdi" in der Sächsische-Schweiz-Klinik in Sebnitz nicht besonders hoch. "Die Löhne in Sebnitz sind gemessen an dem Niveau benachbarter Kliniken um vieles schlechter", erklärte "Verdi"-Gewerkschaftssekretär Harald Heine.

Selbst nach Gehaltssteigerungen von 12,5 Prozent seit 2006 verdienten Mediziner und Pfleger noch 20 Prozent weniger als Kollegen in Pirna und Freital. Die Dresdner rangierten mit ihren Löhnen sogar auf einem noch höheren Level. Aus diesem Grund hat "Verdi" die Sächsische-Schweiz-Klinik Sebnitz zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Leider habe der Mutterkonzern Asklepios Verhandlungen abgelehnt, sagte Heine. Grund sei die schlechte wirtschaftliche Lage der Klinik. Seit Jahren versucht die Gewerkschaft vergeblich einen Konzerntarifvertrag zu verhandeln. Als letzte Möglichkeit bleibt jetzt ein Haustarifvertrag. Dieser ist seit 2003 nicht mehr erneuert worden, erklärte Heine. Die Chancen für eine Neuverhandlung stünden jedoch schlecht.

"Die bisher freiwillig gezahlten Beträge zum Inhalt des Tarifvertrages zu machen und eine angemessene Gehaltssteigerung für die Mitarbeiter zu vereinbaren, will der Arbeitgeber nicht akzeptieren", sagte Heine. "Verdi" hofft nun auf die Betriebsversammlung am Mittwoch. Dort soll das Thema noch einmal auf die Tagesordnung. Die Geschäftführung des Krankenhauses will sich dann äußern. Asklepios bezeichnet sich nach eigenen Angaben als "nicht börsennotiertes Familienunternehmen", das sich "in den letzten 25 Jahren zum größten privatwirtschaftlichen Klinikbetreiber in Europa entwickelt" hat. 2012 erzielte es bei einem Umsatz von 2,98 Milliarden Euro eine Rendite über 3,8 Millionen. Zum Vergleich: VW erwirtschaftete 2011 eine Rendite von 9,9 Millionen Euro. In Sachsen betreibt Asklepios neben der Klinik in Sebnitz auch Krankenhäuser in Oschatz, Radeberg, Neustadt, Torgau und Wildenfels.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.04.2014

Katrin Tominski

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