Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Kamenzer forstfest: Nur wer bezahlt, soll auch feiern

Kamenzer forstfest: Nur wer bezahlt, soll auch feiern

Die Organisatoren des Kamenzer Forstfestes gehen neue Wege. Dies betrifft vor allem die Frage, wie man verhindern kann, dass "unberechtigte" Gäste das Festgelände betreten.

Voriger Artikel
Gute Taten im Akkord: Radebeuler Chirurg hilft ehrenamtlich in Tansania
Nächster Artikel
Unfall und Autobrand mit glimpflichen Folgen für die Insassen

Kinderumzug beim Kamenzer Forstfest: "Dauergäste" sollen fortan straff sitzende Bändchen am Handgelenk tragen - bis zu fünf Tage lang.

Quelle: Uwe Menschner

Schließlich ist das traditionsreiche Volksfest zumindest an den meisten Tagen eintrittspflichtig. Wenn vom 22. bis zum 28. August zum diesjährigen Kamenzer Forstfest eingeladen wird, dann dürfte die Stadt wieder aus allen Nähten platzen. Schließlich nutzen neben den "aktuellen" Kamenzern und vielen Gästen aus der näheren und weiteren Umgebung auch viele Weggezogene die Gelegenheit, ihrer Heimatstadt einen Besuch abzustatten und sich mit den Freunden von damals zu treffen.

In das friedlich-fröhliche Festtreiben mischten sich jedoch auch immer wieder Missklänge, wenn versucht wurde, das Festgelände im Spittelforst am Rande der Stadt zu betreten, ohne vorher den fälligen Obolus zu entrichten. "Unser bisheriges System, bei dem die Festplakette auch gleichzeitig den Nachweis für das Bezahlen der Eintrittsgebühr bildete, machte dies leider sehr einfach", so der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz (parteilos). So wurde die Plakette vom Festgelände aus durch die Absperrung nach draußen weitergereicht, so dass sie von mehreren Personen genutzt werden konnte.

"Damit soll jetzt Schluss sein", kündigt der Oberbürgermeister an. Ab diesem Jahr zeigen Bänder anstelle der Plaketten, ob der Eintritt ordnungsgemäß entrichtet wurde. Diese - speziell die für die ganze Woche geltenden - sind so beschaffen, dass sie nicht ohne Beschädigung vom Hand- oder wahlweise auch vom Fußgelenk entfernt und weitergegeben werden können. Für den Träger bedeutet dies allerdings, dass er von Sonnabend bis Mittwoch - den eintrittspflichtigen Tagen - das Band tragen muss. "Wir wissen, dass das nicht allen gefallen und zu heftigen Diskussionen führen wird, bitten aber auch um Verständnis für diese vom Festkomitee beschlossene Maßnahme", betont Roland Dantz. Es handele sich um einen Test. "Wenn die Bänder überhaupt nicht angenommen werden, dann müssen wir neu überlegen." Alternativ können natürlich auch Bänder für einzelne Tage erworben werden, dies wird allerdings schon ab dem dritten Tag teurer als das Band für die ganze Woche. Die Festplakette als begehrtes Sammlerstück bleibt dennoch erhalten, sie muss extra erworben werden.

Noch weitere Neuerungen hält das diesjährige Forstfest bereit. So beginnt der Auszug der Turner nicht wie traditionell an der "Grünen Schule" in der Innenstadt, sondern an der Grundschule "Am Forst" in Kamenz-Ost. Nicht nur, dass sich dadurch der Weg wesentlich verkürzt: "Wir erhoffen uns damit auch eine bessere Einbindung des Wohngebietes in das Festgeschehen", erklärt der Vorsitzende des Festkomitees, Volker Schmidt. In der Vergangenheit mussten die Turner, zumeist Schüler, mehrere hundert Meter über "menschenleeres Gebiet" laufen, um zum Festgelände zu gelangen.

Anlässlich des diesjährigen Forstfestes wird auch erstmals die Muhlesche Chronik der Öffentlichkeit präsentiert. "Dabei handelt es sich um eine Aufzeichnung der Stadtgeschichte, die von dem Kamenzer Oberstudienrat Willy Muhle von 1945 bis 1949 angefertigt wurde", wie Stadtarchivar Thomas Binder erklärt. Das Werk erscheint zunächst in einer Auflage von 500 Exemplaren als Veröffentlichung des Stadtarchives in Buchform.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.08.2014

Uwe Menschner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr