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Kamenz: Jesauer Kreuzung ist bald offen

Kamenz: Jesauer Kreuzung ist bald offen

Eines der größten Ärgernisse für den Straßenverkehr in Kamenz und Umgebung soll noch in diesem Jahr verschwinden: Im Oktober erfolgt der Umbau der Kreuzung am Abzweig S 94/S 97 (Deutschbaselitz-Jesau) an der Kamenzer Ostumfahrung.

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Fast schon ein gewohntes Bild: Die Einfahrt von der S 94 in die S 97 Richtung Jesau ist bereits seit sieben Jahren gesperrt.

"Gegenwärtig läuft die Ausschreibung", so Andreas Biesold, Leiter der Niederlassung Bautzen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Es spreche nichts dagegen, dass die Arbeiten bis Jahresende abgeschlossen sind und dann freie Fahrt auf der kürzesten Verbindung zwischen den beiden östlichsten Ortsteilen der Stadt Kamenz herrscht.

Die Kreuzung S 94/ S 97 ist als "Katastrophenkreuzung" in die Annalen eingegangen, da sie bereits wenige Wochen nach der Inbetriebnahme der neu errichteten Kamenzer Ostumfahrung im Jahre 2005 geschlossen werden musste. Mehrere schwere Unfälle veranlassten den damaligen Landkreis Kamenz, den Straßenzug in Richtung Jesau abzuhängen. Seitdem müssen Autofahrer einen circa einen Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen.

Im Mai 2010 schlug der mittlerweile verstorbene Leiter des damaligen Straßenbauamtes Bautzen, Roland Schultze, eine auf den ersten Blick absurd erscheinende Lösung vor: "Um den Verkehr sicherer zu gestalten, müssen wir die Sichtverhältnisse verschlechtern." Was zunächst paradox wirkte, war jedoch in Wirklichkeit wohl durchdacht: "Die auf den Nebenstraßen herankommenden Fahrzeuge müssen gezwungen werden, sich der Kreuzung vorsichtig anzunähern", argumentierte Schultze. Die vermeintlich freie Sicht in Verbindung mit hohen Geschwindigkeiten auf der Vorfahrtstrecke war verantwortlich für die schweren Zusammenstöße unmittelbar nach der Straßeneröffnung. Als bauliche Variante schlug der damalige Amtsleiter Sichtschutzwände vor, mit denen man bereits auf einer ebenfalls als problematisch geltenden Kreuzung an der Ortsumfahrung Reichenbach (Kreis Görlitz) gute Erfahrungen machte.

Bis es nun zur Umsetzung dieser Idee kommt, mussten trotzdem noch mehr als zwei Jahre ins Land gehen. "Es gab einige Diskussionen, ob diese Lösung wirklich die beste ist, außerdem hatten wir im Vorjahr Probleme bei der Ausschreibung", begründet dies Andreas Biesold. Doch nun stehen die Signale tatsächlich auf Grün, und die Absperrung der S 97 sollte bald der Vergangenheit angehören.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.09.2012

Uwe Menschner

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