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Kaltstart für Freibäder in Radebeul und Umland

Kaltstart für Freibäder in Radebeul und Umland

Radebeul/Coswig/Weinböhla. "Nein, ein wirklicher Bademonat ist der Mai nicht", sagt Andreas Seelig. Dennoch hat der von ihm geleitete Badesee Kötitz seit dieser Woche schon geöffnet.

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Schwimmmeister Uwe Lehmann reinigt im Bilzbad die Treppen ins Wellenspiel-Becken. Ab 17. Mai will er Gäste im Radebeuler Traditionsbad begrüßen.

Quelle: Martin Förster

Immerhin ein paar Dauerkartenbesitzer habe er bei diesem wechselhaftem Wetter schon begrüßen können, sagt er. Trotz des derzeit eher gebremsten Interesses beginnt in diesen Tagen die Badesaison auch anderswo in der Region: Am heutigen Sonnabend soll auch das Elbgaubad in Weinböhla öffnen, die Freibäder in Radebeul sind am 17. Mai dran. Die wichtigste Nachricht zuerst: Die Eintrittspreise bleiben in allen drei Kommunen stabil.

Radebeul

In der Lößnitzstadt blickt Bernd Willomitzer, Geschäftsführer der Stadttochter Stadtbäder und Freizeitanlagen (SBF), mit gemischten Gefühlen auf die Badesaison des vergangenen Jahres zurück. So hat das besonders wegen seines historischen Wellenspiels beliebte Bilzbad mit 47 500 Besuchern das beste Jahresergebnis seit 2003 erzielt. "Und dabei hatten wir nur im Juli wirkliches Badewetter - das war dann aber ein richtiger Top-Monat", sagt Willomitzer. Mai und Juni waren zumeist regnerisch und kalt, der August schon wieder "fast Herbst", wie er sagt.

Entsprechend hat es sich im Lößnitzbad ausgewirkt, dass der SBF dort erst wieder Mitte August die Tore öffnen konnte. Das in einer früheren Kiesgrube gelegene Freibad musste nach der Juniflut gesperrt werden. Nicht, weil es von der Elbe geflutet worden wäre, sondern weil das Grundwasser, das den naturnah gehaltenen Kunstteich speist, deutlich zu hoch gestiegen war. Ein Teil der Geländer und Uferanlagen war überflutet, das Baden trotz bester Wasserqualität zu gefährlich gewesen. Das Lößnitzbad verbuchte entsprechend das schlechteste Besuchsergebnis seit seiner Eröffnung vor 52 Jahren: Es kamen nur 2200 zahlende Gäste. Im Durchschnitt sind 15 000 einkalkuliert, weshalb für den SBF in der Gesamtschau beider Bäder unterm Strich ein schlechtes Ergebnis steht. Jetzt hofft Willomitzer auf einen Sommer ohne Wetterkapriolen mit langen Phasen schönen Wetters. Wobei es aus seiner Sicht vor der Badöffnung Mitte Mai durchaus noch ein bisschen regnen darf. Im Lößnitzbad herrscht wegen der geringen Niederschläge der letzten Wochen nämlich Niedrigwasserstand.

Coswig

Viel zu tun hatte man nach dem Junihochwasser des Vorjahrs im Badesee Kötitz. Die Elbe hatte einen etwa 160 Meter langen Uferstreifen ausgespült, der seit Januar beräumt, wieder verfüllt und zusätzlich befestigt werden musste. Die Kosten in Höhe von 250 000 Euro wurden gänzlich aus dem Fluthilfe-Fördertopf des Freistaats bezahlt. Nach Abschluss der Arbeiten pünktlich zu Saisonbeginn verfüge man nun auch über einen besseren Hochwasserschutz im nahe der Elbe gelegenen Badesee, frohlockt die Stadt. Wenig verwunderlich ist jedoch, dass die Juniflut auch ihre Spuren im Besuchsergebnis des Vorjahrs hinterlassen hat. 41 000 Gäste wurden im Badesee Kötitz gezählt, üblich sind Werte zwischen 50 000 und 60 000. "Wir mussten den See einen Monat schließen, weil die Liegewiesen wegen des hohen Grundwasserpegels verschlammt waren", begründet Badleiter Andreas Seelig. Das durchgehend geöffnete Schwimmbecken habe den Verlust nicht ausgleichen können.

Seelig blickt jetzt nach vorn. Die Anlagen wurden mit neuen Durchschreitebecken attraktiver gemacht. Der bereits seit 1. April geöffnete Campingplatz hat neue Stromkästen bekommen, wo sich exakt bemessen lässt, was an jedem Standplatz verbraucht wird. "Es bräuchte jetzt mal ein paar aufeinanderfolgende Tage schönes Wetter, erst dann kommen auch die Badgäste", sagt Seelig.

Weinböhla

Die Gemeinde liegt weit genug von der Elbe entfernt, so dass sich das Hochwasser hier nicht ausgewirkt hat. Mit 9163 Gästen haben man 2013 ein ordentliches Ergebnis im Elbgaubad erzielt, zeigt sich Hauptamtsleiterin Julia Schneider zufrieden. Nominell geht die Saison zwar am heutigen Sonnabend los, da das Bad aber an Regentagen und bei Lufttemperaturen unter 20 Grad Celsius nicht öffnet, vertagt sich der tatsächliche Saisonstart wohl noch eine Weile. Üblicherweise geht es irgendwann um den 15. Mai los, sagt Julia Schneider. Dann hat auch wieder der Kiosk im Bad geöffnet. Nachdem der damalige Pächter in der Vorsaison bereits nach drei, vier Wochen das Handtuch geworfen hat, ist es der Gemeinde gelungen, für diese Saison einen Nachfolger zu finden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.05.2014

Hofmann, Uwe

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