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Kalt aber trocken - In Pirna und Heidenau bieten drei Notquartiere Platz für 1200 Menschen

Kalt aber trocken - In Pirna und Heidenau bieten drei Notquartiere Platz für 1200 Menschen

"Es war kalt", sagt Jana Weber über ihre erste Nacht im Notquartier in der Turnhalle auf dem Sonnenstein. Aber die Pirnaerin saß mit ihrem dreijährigen Sohn Alexander und Lebensgefährte Thomas Illgen im Trockenen.

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Warten auf ein Ende der Flut: Jana Weber kam mit Sohnemann Alexander und Thomas Illgen im Notlager auf dem Sonnenstein unter.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna/Heidenau. Erfahrung mit Evakuierungen hat Weber bereits notgedrungen sammeln dürfen. Vor elf Jahren musste sie ihre Wohnung an der Königsteiner Straße verlassen. "Da hatte ich nicht das Glück, oben zu wohnen", erinnert sie sich. Das Wasser drang in ihre Erdgeschosswohnung. "Es war alles weg", berichtet sie.

Jana Weber lebt nun in einer Obergeschosswohnung an der Langen Straße. Es war der erste Straßenzug, den die Pirnaer Feuerwehr in der Altstadt evakuierte. "Als die Benachrichtigung zur Evakuierung kam, haben wir das nötigste eingepackt", erzählt die auf einen Rollstuhl angewiesene Frau. Helfer brachten sie in die Notunterkunft auf dem Sonnenstein. Nun können wir nur warten, warten, warten", meint Weber. Seit Dienstagmorgen harrt auch Brigitte Jun der Dinge in der Turnhalle. Am Radio verfolgt sie die Hochwassermeldungen. Mit den notwendigsten Sachen kam sie mit ihrem Mann in das Notquartier. Sie lebt an der Klosterstraße in der Altstadt. "Wir waren die letzten im Haus", berichtet sie. Auch für sie ist die Pritsche im Notquartier keine neue Erfahrung. Beim Augusthochwasser 2002 fand sie in Lohmen Unterschlupf.

37 Johanniter und Helfer des Arbeiter-Samariter-Bundes sowie vier Bundeswehrsoldaten kümmern sich auf dem Sonnenstein um das Wohl der Hochwasseropfer. 270 Betten stehen in der Turnhalle sowie in der Gauß-Mittelschule für sie bereit. Gestern Vormittag waren die Helfer mit der Evakuierung der Pflegeheime "Alexa" und "Maximilian" in Pirnas Innenstadt beschäftigt. Bereits am Montagabend ließ die Stadt Heidenau das Betreute Wohnen an der Dresdner Straße und den Johanniter-Stift räumen. In allen drei offiziellen Notunterkünften finden laut Landratsamt 1200 Menschen Platz.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.06.2013

Silvio Kuhnert

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