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Kahlschlag am Robert-Werner-Platz in Radebeul-Ost

Kahlschlag am Robert-Werner-Platz in Radebeul-Ost

Die Bäume sind gefällt, die Baustellenschilder aufgestellt: Am Robert-Werner-Platz in Radebeul-Ost sind die Bagger angerollt.

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Der nach dem früheren Radebeuler Bürgermeister benannte Robert-Werner-Platz wird umgebaut. Dafür mussten mehrere Bäume weichen.

Quelle: Martin Förster

Radebeul. Von Stephan Klingbeil

Radebeul . Die Bäume sind gefällt, die Baustellenschilder aufgestellt: Am Robert-Werner-Platz in Radebeul-Ost sind die Bagger angerollt. Der im Mai beschlossene Ausbau des Areals hat begonnen. Doch schon im Vorfeld gab es Kritik aus der Fraktion Bürgerforum /Grüne. Im Fokus steht dabei das Gehölz, das vor Baubeginn weichen musste. "Die Baumfällungen am Robert-Werner-Platz sind nicht ganz ohne", so Stadträtin Gabriele Schirmer. "Nach der Vegetationszeitregelung hätten solche Arbeiten aus Gründen des Artenschutzes erst wieder ab dem 30. September ausgeführt werden dürfen." Eine Ausnahmegenehmigung für besondere Fälle dürfe auf Antrag nur die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt erteilen. "Stadträte und die Kommunalverwaltung sind dazu rechtlich nicht ermächtigt", betont sie. "Falls die Genehmigung nicht vorliegt, hat die Verwaltung schlicht und einfach unrechtmäßig gehandelt - mit allen Konsequenzen." Muss das rund 270 000 Euro teure Bau- und Begrünungsprojekt nun womöglich gestoppt werden?

Im Rathaus weist man solche Bedenken zurück. Gefällt wurden demnach Nadelgehölze, Birke, Obstbaum, Bäume unter 30 Zentimeter Durchmesser, die nicht nach der Satzung geschützt sind, erklärt Marlies Wernicke, Radebeuler Sachgebietsleiterin für Straßen und Stadtgrün. Es seien die Bäume entfernt worden, die aufgrund von Planung und Baubeschluss im Ausschuss für Stadtentwicklung erforderlich wurden. Die gesetzliche Sperrfrist bezüglich der Fällzeit würde zudem nicht greifen für behördlich zugelassene Maßnahmen. "Eine Ausnahmegenehmigung von der Unteren Naturschutzbehörde ist also nicht nötig, wenn die Voraussetzungen für die Durchführung einer städtischen Baumaßnahme vorliegen." So zum Beispiel geschehen mit dem Beschluss im Entwicklungsausschuss. Geschützte Gehölze dürften auch dann von der Stadt ohne Genehmigung von anderen Behörden gefällt werden, wenn die Verkehrssicherungspflicht dies gebiete.

Daher bleibe alles wie geplant. Bis Ende November soll der Umbau fertig sein. Das Areal soll zu einem attraktiven Aufenthaltsbereich, der Verkehr dort beruhigt werden. Bereits Ende Juli war die Durchfahrt zur Serkowitzer Straße dicht. Nach dem Bau des neuen Abschnitts der Gartenstraße wurde im Juni auch die Vorfahrt geändert. Der Verkehr führt seither vorbei über Haupt-, Garten- und Schildenstraße.

Schwerpunkt der Neugestaltung sei die Angergrünfläche. Künftig soll es dort eine Wiese mit Obstbäumen geben. In der grünen Mitte ist ein Aufenthalts- und Spielbereich vorgesehen, der über einen Weg an die Verkehrsflächen anschließe. Zur Gartenstraße hin soll es eine dichtere Bepflanzung geben, um die Grünfläche von der Straße optisch abzugrenzen. Die zurzeit auf der Fläche vorhandenen Garagen sollen abgerissen werden. Die Umspannstation werde auf den neu entstehenden Parkplatz an der Schildenstraße verlagert. Finanziert wird das Vorhaben zu je einem Drittel von Stadt, Bund und Freistaat.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.10.2012

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