Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Käufer für Struppener Rittergut gefunden - Schloss Borthen GmbH will Wohnungen bauen

Käufer für Struppener Rittergut gefunden - Schloss Borthen GmbH will Wohnungen bauen

Nach rund zehn Jahren Leerstand soll in das ehemalige Rittergut in Struppen wieder Leben einziehen. Das Landratsamt Pirna hat einen Käufer für das Anwesen gefunden, dessen erste Gebäude um 1730 errichtet wurden, die Wurzeln aber bis auf ein im 15. Jahrhundert nachweisbaren Vorwerk zurückreichen.

Voriger Artikel
Stadtgrenze wird verschoben - Forsthaus Lindenau gehört ab 2013 zu Radebeul
Nächster Artikel
Schneewittchen als Musical in Pirna - Vorverkauf hat begonnen

Seit dem Auszug der Lebenshilfe vor zehn Jahr steht das Rittergut leer.

Struppen. Von Silvio Kuhnert

Die Schloss Borthen GmbH möchte in das Gut investieren. Hochwertige Wohnungen sollen darin entstehen, so die Vision von Geschäftsführer Falk Bernhardt.

Mit der konkreten Planung möchte er erst beginnen, wenn der Kaufvertrag unter Dach und Fach ist. Am kommenden Montag beschäftigt sich der Kreisausschuss mit der Zukunft des Rittergutes. Die Verwaltung spricht sich für den Verkauf aus, denn der Zahn der Zeit nagt an den Gebäuden, die bis Ende 2002 durch die Lebenshilfe Pirna-Sebnitz als Pflegeheim für Behinderte genutzt wurden. "Putz fällt von der Decke, das Parkett hebt sich. Trotz aller Möglichkeiten und notwendigen Notreparaturen ist es sehr schwierig, das Objekt in einem vermarktungswürdigen Zustand zu erhalten", schildert Irina Heise von der Landkreisverwaltung den Verfall des Gutes. Außerdem kam es 2011 verstärkt zu Einbrüchen und Sachbeschädigungen. So wurden der Sicherungskasten demontiert, Stromleitungen abgetrennt, Regenrinnen, Fallrohre und Sanitäreinrichtungen entwendet.

Seit zehn Jahren versucht das Landratsamt einen Käufer für den Gutshof zu finden. Pläne gab es einige. Die Ideen reichten von Mehrgenerationenhaus über Künstlerkolonie bis hin zu einer Pension. Doch ein erfolgreicher Verkauf auf die zahlreichen Ausschreibungen des Rittergutes kam nie zustande. Zuletzt lagen drei Angebote vor, das beste kam aus einem Dohnaer Ortsteil.

Die Schloss Borthen GmbH bietet 185 000 Euro für das reichlich 9700 Quadratmeter große Areal mit dem ehemaligen Hauptgebäude, das um 1730 gebaut wurde, sowie den Anbauten mit Turm und Südostflügel, die seit gut 100 Jahren stehen. Das Gebot liegt allerdings unter dem Verkaufspreis des Verkehrswertgutachten aus dem Jahr 2003. Damals wurde ein Preis von knapp 300 000 Euro festgesetzt. Doch den konnte das Landratsamt weder über Ausschreibungen noch bei Auktionen annähernd erzielen. Auch wenn der Kreisausschuss grünes Licht für den Investor geben sollte, muss der Kaufvertrag von der Landesdirektion Dresden noch genehmigt werden.

Jahrhundertelang war das Rittergut ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region. Es thront auf einer kleinen felsigen Höhe über Struppen. Das mächtige Eingangsportal zierten einst die Wappen der Familie Dambrowski, der Besitzer des Gutes. Die Herrschaftssymbole sind ebenso verschwunden wie das prunkvolle Interieur aus barocken Möbeln, kunstvoll gestalteten Stuckdecken und schweren Tapeten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.10.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

20.10.2017 - 21:21 Uhr

Nach drei Spielen ohne Niederlage mussten die Himmelblauen mal wieder eine Pleite einstecken.

mehr