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KVR Radeburg liefert Bauteile für Medizin- und Messtechnik

Wenn „von der Stange“ nicht genügt KVR Radeburg liefert Bauteile für Medizin- und Messtechnik

„So etwas gibt es nicht von der Stange“, sagt Albert Herold. Es könnte so etwas wie der Wahlspruch der von ihm geführten Kunststoff- und Verfahrenstechnik Radeburg GmbH (KVR) sein. Knapp 200 Mitarbeiter fertigen dort aus Kunststoff und Metall Teile, zumeist aber ganze Baugruppen, die in Medizingeräten und Messtechnik Verwendung finden.

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Abteilungsleiterin Helena Härtner zeigt eine Prismenfolie, mit deren Hilfe doppelsichtige Schlaganfallpatienten wieder einen klaren Blick erhalten sollen.

Quelle: Uwe Hofmann

Radeburg. „So etwas gibt es nicht von der Stange“, sagt Albert Herold. Es könnte so etwas wie der Wahlspruch der von ihm geführten Kunststoff- und Verfahrenstechnik Radeburg GmbH (KVR) sein, die vielen Radeburgern als Nachfolger des früheren VEB Regelwerk ein Begriff sein dürfte. Knapp 200 Mitarbeiter fertigen dort aus Kunststoff und Metall Teile, zumeist aber ganze Baugruppen, die in Medizingeräten und Messtechnik Verwendung finden. Dort sind die Qualitätsansprüche besonders hoch und pfiffige Lösungen für knifflige Probleme gefragt. „Wir machen eine Nischenproduktion auf hohem Niveau“, umschreibt das Herold.

Es gibt Beispiele für Radeburger Entwicklungen, die jeder kennen dürfte. So stammen die hydraulischen Vorrichtungen, die Zahnarztstühle des Weltmarktführers Sirona mit Wasser versorgen, von KVR Ein wachsender Absatzmarkt hat sich gerade mit Druckluftaggregaten für Geräte entwickelt, die für die Stoßwellentherapie genutzt werden. „Da wächst die Nachfrage um 100 Prozent“, sagt Herold über die Apparate, die gegen Cellulite eingesetzt werden. Angeblich soll auch die Pop-Musikerin Madonna ein solches Teil einsetzen, hat Herold gehört und verkündet es mit einem Lachen.

Lange haben die Radeburger, die 1992 mit 30 Mann angefangen haben, Klinken putzen müssen, bis „plötzlich der Durchbruch kam“, wie Herold sagt. Man hatte den Fuß in die Tür von namhaften Konzernen bekommen. Seither braucht KVR keinen Außendienst mehr, bekommt Aufträge durch Mundpropaganda und indem es das Geschäft mit bestehenden Kunden ausweitet. Vor allem die Vielseitigkeit der Firma kommt dabei zum Tragen. So gibt es neben der Entwicklungsabteilung, die Lösungen für Kundenwünsche finden soll, eine große Abteilung mit Werkzeugmachern, mit deren Hilfe sich spezielle Geräte für die eigene Produktion fertigen lassen. Außerdem entstehen im Modellbau und der Zerspanung viele Bauteile, die anschließend zu Baugruppen zusammengesetzt werden. Zugekaufte Normbauteile kommen dagegen seltener zum Einsatz. KVR-Kunden bekommen daher alles aus einer Hand, bei gleichbleibender Qualität.

Die ist besonders wichtig. So werden einzelne Teile, die später in Beatmungsgeräten verbaut werden, unter dem Mikroskop geprüft. Das Unternehmen verfügt über eine eigene kleine Kältekammer, arbeitet in der Montage teilweise unter Vollklimatisierung, weil das die Kunden so wünschen. Die meisten Produktionsabläufe sind meist sehr speziell, die Stückzahlen mit maximal 30 000 gering. „Wir sind meist der einzige Lieferant unserer Kunden, haben kaum Konkurrenz“, sagt Herold.

Zehn, zwölf große Konzerne zählt der Geschäftsführer bei einem Umsatz von rund 17 Millionen Euro zu den Abnehmern, abhängig von einem einzelnen sei man nicht. Mehr als die Hälfte der Produktion gehe ins Ausland, der Rest meist in die alten Bundesländer. Stolz ist Herold darauf, dass man kontinuierlich wachse. 20 Millionen Euro hat man in den vergangenen 15 Jahren investiert, meist in neue Maschinen. In diesem Jahr sollen es 1,5 Millionen Euro sein. Kontinuierlich hat man auch das Personal aufgebaut. „Jedes Jahr werden fünf neue Azubis angenommen, und das seit 1998“, sagt Herold. Er schätzt, dass man die Hälfte der jetzigen Belegschaft selbst ausgebildet habe, der Altersschnitt liege bei 35 Jahren.

Von Uwe Hofmann

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