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KBA in Radebeul kämpft mit Überkapazitäten

KBA in Radebeul kämpft mit Überkapazitäten

Der Druckmaschinenbauer Koenig & Bauer bekommt die krisenbedingte Zurückhaltung bei Investitionen deutlich zu spüren: Sowohl die Auftragseingänge lagen Ende Mai mit 362 Millionen Euro deutlich unter Vorjahr (-25 Prozent) als auch die abzuarbeitenden Aufträge (-28 Prozent).

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Obwohl der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (KBA) bei den jüngsten Messen in Peking (unser Foto zeigt den Stand auf der China Print) und Istanbul neue Kunden gewinnen konnte, bleiben die Auftragseingänge für alle Bereiche deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Quelle: PR/KBA

Dresden/Würzburg. Auch im Radebeuler Werk sind die Aufholraten zweistellig. Trotzdem wurde gestern bei der Hauptversammlung in Würzburg eine Dividende von 40 Cent je Aktie beschlossen.

Sie hätten natürlich von allem gern mehr gehabt: mehr Aufträge, mehr Erträge, mehr Dividende. Trotzdem können die fast 550 Aktionäre, die sich gestern in Würzburg versammelt hatten und die 70 Prozent des Stimmrechts repräsentierten, mit Blick auf die massiven Verluste beim großen Konkurrenten Heidelberger Druck wohl eher damit zufrieden sein, wie sich Koenig & Bauer (KBA) derzeit am Markt schlägt.

Während der Geschäftsbereich Bogenoffsetmaschinen von Vertragsabschlüssen auf den gut besuchten Messen China Print in Peking und der Printtek in Istanbul profitieren konnte, bleiben die riesigen Rotationsanlagen für den Publikations- und Zeitungsdruck Ladenhüter. Neben den konkurrierenden Online-Medien bremse vor allem die schwache Konjunktur in Südeuropa die Investitionsbereitschaft. In den letzten Wochen hätten lediglich Zeitungsdrucker aus Deutschland und Frankreich Neuanlagen bei KBA bestellt. "Die Kapazitäten für den Weltmarkt sind klar zu groß", sagt auch KBA-Sprecher Klaus Schmidt den DNN. Der Preisdruck sei enorm und lasse die Margen sinken.

Das spürt auch das Radebeuler Werk, das gemeinsam mit Firmen in Tschechien und Stuttgart den Bogenoffsetbereich stemmt. Trotz neuer Aufträge bei den Messen in Peking und Istanbul hinke das Werk den Jahreszielen im unteren zweistelligen Millionenbereich hinterher. Der Standort peile wie im Vorjahr einen Umsatz von rund 500 Millionen Euro an, wolle allerdings endlich wieder in die schwarzen Zahlen, so Schmidt. Die waren im Vorjahr verfehlt worden, weil die Neubewertung des Werks mit rund 27 Millionen Euro Minus zu Buche schlug und der gesamte Bogenoffsetbereich operativ rund elf Millionen Miese einfuhr.

Um dem Absatz weiter auf die Sprünge zu helfen, lädt KBA Planeta am 20. und 21. Juni rund 250 potenzielle Kunden aus aller Welt zu einer Hausmesse ein. "Das sind vor allem Verpackungs- und Buchdrucker, denen wir unsere neue Großformatmaschine Rapida 164 vorstellen wollen", sagt Schmidt.

Das Radebeuler Werk hat gegenwärtig 1580 Beschäftigte, 20 mehr als vor einem Jahr. Und es sucht neben neuen Vertriebsmitarbeitern vor allem Spezialisten für die Zahnradfertigung. Die nämlich werde nun zentral für alle Bereiche in Sachsen konzentriert, so wie KBA auch dabei sei, den Einkauf des Konzerns zu zentralisieren. Das ist Teil des Restrukturierungsprogramms, mit dem der Druckmaschinenbauer langfristig die Produktionskosten senken und so die Erträge steigern will.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.06.2013

Barbara Stock

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