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KBA Radebeul investiert vier Millionen Euro - 150 Stellen fallen dennoch weg

KBA Radebeul investiert vier Millionen Euro - 150 Stellen fallen dennoch weg

Die Koenig & Bauer AG (KBA) baut in Radebeul eine neue Produktionshalle für rund vier Millionen Euro. Dafür entsteht ein sogenanntes Kompetenzzentrum Thermisches Spritzen (ZTS), in dem die Walzen und Zylinder von Druckmaschinen beschichtet werden.

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Die Gründungsarbeiten für die neue Halle des Radebeuler KBA-Werkes laufen schon. In Naundorf investiert der Konzern vier Millionen Euro in einen Neubau.

Quelle: PR / Koenig & Bauer AG

Im März 2015 soll die neue Anlage fertig sein. Dann werden die Radebeuler nicht nur die Bauteile der im ehemaligen Planeta-Werk hergestellten Bogenoffsetmaschinen mit Hilfe von drei Plasmaspritzanlagen beschichten, sondern auch die Walzen und Zylinder aus anderen KBA-Standorten bearbeiten. Mit einem modernen Abluftsystem, das die Luft absaugt und filtert, und einer energiesparenden Temperierung der Halle über einen Wärmetauscher soll das neue Werk besonders umweltverträglich arbeiten.

"Das ist für Radebeul ein ganz gutes Zeichen", sagt Unternehmenssprecher Klaus Schmidt aus der Würzburger Konzern-Zentrale. Die neue Produktionsstätte ist ein Teil des Ende letzten Jahres vorgestellten konzernweiten Umbauprogramms, zu dem der Abbau von 1100 bis 1500 Stellen im Gesamtunternehmen gehört. Insgesamt arbeiten derzeit 6200 Menschen für KBA, rund 1600 davon in Radebeul. Dort werde man wie bisher auch "ganz gut durchkommen", prognostiziert Schmidt. Dabei hatten vor Einsetzen der letzten Krise 2008/09 noch rund 2100 Menschen Arbeit im Radebeuler Werk.

Anderswo schlägt sich das schlechter werdende Geschäft für Druckmaschinen-Hersteller jedoch viel stärker nieder. So lässt KBA die Zylinder und Rollen seiner Werke bisher an einem österreichischen Standort mittels Galvanik beschichten. Dieses Werk wird zugunsten von Radebeul geschlossen, wo mit der Plasmabeschichtung eine umweltverträglichere Technik Anwendung findet. Mit der hätten die Radebeuler schon einige Erfahrungen gesammelt, begründet Schmidt die Standortentscheidung.

Trotz der Neuansiedlung wird auch in dem im Gewerbegebiet Naundorf gelegenen Werk die Beschäftigtenzahl sinken. "Radebeul muss auch etwas abgeben", begründet das KBA-Sprecher Schmidt mit Verweis auf das Sanierungskonzept. So wandert die Fertigung bestimmter Bauteile, etwa von Seitenbefestigungen, an andere Standorte ab. 150 Stellen werden deswegen in der Lößnitzstadt abgebaut. Allerdings soll der Stellenabbau aufgrund bestehender tarifrechtlicher Regelungen erst in der Jahresmitte 2015 einsetzen. Bis dahin werde sich nichts ändern, kündigt Schmidt an.

Insofern ist der Bau der neuen, 2000 Quadratmeter großen Halle als ein Bekenntnis des Konzerns zum Standort zu verstehen. Das hat seinen Grund auch darin, dass das Radebeuler Werk mit seiner Spezialisierung auf Verpackungsdruck in einem expandierenden Segment arbeitet. Schließlich lägen inzwischen weltweit bunt bedruckte Verpackungen in den Kaufhausregalen, meint Schmidt. "Das war früher beispielsweise in China noch anders", sagt er. Nur so ist es zu erklären, dass die derzeitige Krise der Druckmaschinenhersteller die Radebeuler nicht mit voller Wucht trifft. Zum Vergleich: Seit Einsetzen der Abwärtsspirale sind bei den drei großen deutschen Herstellern Heidelberg, MAN Roland und KBA 15 000 Arbeitsplätze gestrichen worden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.08.2014

Uwe Hofmann

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