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KBA Planeta in Radebeul: Seit Juni brummt der Laden

KBA Planeta in Radebeul: Seit Juni brummt der Laden

Dresden/Radebeul/Würzburg (DNN). Der Würzburger Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) schreibt schwarze Zahlen. Die weltweite Nummer zwei nach dem kriselnden Heidelberger Druck meldet für das zweite Halbjahr einen Konzerngewinn von 4,5 Millionen Euro, nachdem im Vergleichszeitraum 2011 ein Minus von 14,7 Millionen Euro aufgelaufen war.

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Bei KBA Planeta in Radebeul werden jetzt mit Hochdruck die Aufträge von der Branchenleitmesse drupa abgearbeitet.

Quelle: dpa

Das Bogenoffsetwerk von KBA in Radebeul hofft auf eine starke zweite Jahreshälfte, um das Umsatzziel von 500 Millionen Euro (Vorjahr: rund 460 Millionen) zu schaffen und die Verluste aus dem Vorjahr auszubügeln.

Koenig & Bauer profitiert als Konzern vor allem von Aufträgen, die während der Düsseldorfer Branchenleitmesse Drupa in die Bücher gewandert sind. Umfang: fast 814,5 Millionen Euro - fast zwei Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2012 bleiben die Würzburger bei ihrer Prognose und peilen 1,2 Milliarden Euro Umsatz an (2011: 1,17 Milliarden Euro).

KBA hat insgesamt rund 6250 Beschäftigte. 1564 davon (inclusive 70 Azubis) arbeiten in Radebeul. Ein hartes Sparprogramm hatte hier seit 2009 rund 700 Arbeitsplätze gekostet. Doch von den für den Konzern angekündigten weiteren Einschnitten bleibt das Werk verschont: "Seit Juni brummt hier der Laden", erklärt Konzernsprecher Klaus Schmidt einen der Gründe. Ein anderer ist sicher der, dass niemand ohne Not auf ausgebildete Fachkräfte verzichtet. Zumal sich mit dem Start in den Sommer endlich die Chance bietet, die schwachen Umsätze des ersten Quartals auszubügeln und durchzustarten. "Um aber die avisierten 500 Millionen Euro Umsatz zu schaffen, brauchen wir auch im August und September neue Aufträge", sagt Schmidt. Dazu schwärmten die Akquisiteure weltweit aus. Nichtsdestotrotz bleibe China der größte Abnehmer für die Radebeuler, auch wenn inzwischen die Märkte in Nordafrika und den USA wieder zulegten.

Der Bogenbereich, in dem das Radebeuler Werk zusammen mit den Fabriken Tschechien und Würzburg konsolidiert wird, hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von 18,1 Millionen Euro vor Steuern in den Büchern. Grund waren laut Konzernsprecher hohe Kosten durch den Messeauftritt und Vorlaufinvestitionen in neue, energiesparende Druckmaschinen. "Wir müssen weiter an die Kosten ran", formuliert Klaus Schmidt die Lage und erläutert, was das heißt: "Die Organisation vor allem in der Montage verbessern, flexiblere Arbeitszeiten". Die sind jetzt schon hilfreich, denn nach dem schwachen ersten Halbjahr dürften auf die Radebeuler jetzt jede Menge Überstunden zukommen. "Ab und an werden wir wohl auch 30 bis 40 Leiharbeiter einsetzen", kündigt Schmidt an. Barbara Stock

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.08.2012

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