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Junger Radeberger gewinnt bei "Jugend forscht"

Junger Radeberger gewinnt bei "Jugend forscht"

Seit 1965 zeichnet die Stiftung Jugend forscht die größten Nachwuchstalente in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik aus. Felix Knothe (18) vom Humboldt-Gymnasium Radeberg hat in diesem Jahr das Bundesfinale erreicht und den Sonderpreis für Geo- und Raumwissenschaften gewonnen.

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Felix Knothe zeigt seinen Versuchsaufbau, mit dem er den Sonderpreis bei "Jugend forscht" gewonnen hat.

Quelle: Hauke Heuer

Seine wissenschaftliche Leistung: Ein Nachweis darüber, dass mit Schwermetall belastete Böden mittels Stickstoffeintrag wieder aufgewertet werden können.

"Die Idee zu dem Projekt entstand im Sommer 2012 gemeinsam mit meinem Betreuer an der Universität Freiberg. Ich hatte einen Fernsehbeitrag über das geschlossene Ökosystem Biosphäre 2 in Arizona, USA, gesehen und wollte dazu Forschungen durchführen", erinnert sich Knothe. Seine Cousine studiert an der Bergbauuniversität und vermittelte den Kontakt zu einer Forschergruppe. Denen war der Ansatz, mit dem Knothe in der Schule eine "besondere Lernleistung" als Ersatz für eine Hausarbeit erlangen wollte, zu komplex. Stattdessen wurde der Schüler beauftragt, einen Weg zur Renaturierung der in Sachsen häufigen schwermetallbelasteten Abraumhalden aus Bergwerken zu finden.

Die Entwicklung des Versuchaufbaus dauerte drei Monate, die eigentliche Erhebung ein halbes Jahr. Knothe fügte ursprünglich nicht kontaminierten Bodenproben größere Mengen Kupfer hinzu und maß anhand der Konzentration von bestimmten Enzymen in dem Gemisch die Aktivität von Mikroorganismen. Dann fügte er Kohlenstoff, was eher negative Auswirkungen hatte, und später Stickstoff hinzu. Letzteres brachte den gewünschten Effekt. Die natürlich vorkommenden Bakterien steigerten ihre Aktivität und banden dabei das Metall an sich. "Die Bakterien können anschließend extrahiert werden", erklärt Knothe. Einziger Wehrmutstropfen: Ein Weg, die Bakterien zu überschaubaren Kosten aus dem Boden zu bekommen, muss erst noch erfunden werden.

Die Jury von "Jugend forscht" konnte der Abiturient dennoch sowohl im Regional- als auch im Bundesausscheid überzeugen. "Ich musste meinen Versuchsaufbau auf einem Tisch präsentieren und anschließend 15 Minuten vorstellen", erinnert er sich. Sein Einsatz hat sich gelohnt. Ende Juni darf er gemeinsam mit anderen Nachwuchsforschern aus Deutschland das Joint Research Center der Europäischen Kommission in Ispra, Italien, besuchen.

Knothes Interesse an der Forschung kommt nicht von ungefähr: Wenn er im Sommer sein Abiturzeugnis in der Hand hält, will er sich für den Studiengang Umwelt- und Mikrobiologie in Freiberg einschreiben. Aber vorher gilt es noch, die Welt zu erkunden. "Zunächst fliege ich im Herbst mit meiner Freundin für ein halbes Jahr nach Neuseeland", freut sich der junge Mann über seine gerade neu gewonnene Freiheit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.06.2014

Hauke Heuer

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